Errichtet wurde das Feuerwehrhaus in der Bräugasse im Jahr 1964. Eine Erweiterung mit einem Anbau erfolgte 1989. "Doch nun ist unser Feuerwehrhaus in die Jahre gekommen, auch wenn wir es laufend in gutem Zustand halten", sagte Kommandant Bernhard Schmidt. "Der Zahn der Zeit nagt mittlerweile sehr stark am Gebäude."
Wie Schmidt ausführte, seien einige technische Einrichtungen zwar im Bestand ausreichend, würden aber die neuen technischen Richtlinien nicht mehr erfüllen. Als Beispiele nannte er den Standort der Spinde der Feuerwehrleute in den Fahrzeughallen selbst und die seit neuestem vorgeschriebene Absaugvorrichtung für Fahrzeughallen. Aber auch die Stellplatzgrößen wurden angepasst.
214 Einsätze
Bürgermeister Hans Donko griff dieses Thema in seinem Grußwort ebenfalls auf und betonte, dass in der Frage des Feuerwehrhauses eine Bestandsaufnahme notwendig sei. Er sprach auch die Parkplatzsituation rund um das Feuerwehrhaus an, die vor allem bei Einsätzen sehr angespannt sei. "Wir müssen darüber diskutieren, ob wir den Standort belassen."
In seinem Bericht sprach Kommandant Schmidt für das Jahr 2018 von insgesamt 214 Einsätzen (im Vorjahr 174). Davon waren 77 Einsätze im Bereich der Technischen Hilfeleistung (Vorjahr 60), 106 First-Responder-Einsätze (Vorjahr 99), 31 Brandeinsätze (Vorjahr 14 Einsätze) und 2 Sicherheitswachen (Vorjahr 1). Des Weiteren war eine Fehlalarmierung zu verzeichnen.
"Es waren 23 Prozent mehr Einsätze als im Vorjahr", betonte der Kommandant. Dabei habe sich gezeigt, wie gut die Ausbildung und die Zusammenarbeit der Wehr im Einsatzfall wirklich ist. "Dies wurde uns bei den sogenannten Blaulichtgesprächen, die zweimal jährlich mit den verschiedenen Rettungs- und Sicherheitsorganisationen stattfinden, vor allem vom Bayerischen Roten Kreuz und von der Polizei ausdrücklich bescheinigt."
"Unser gemeinsamer Dienst im Rahmen der Organisierten Ersten Hilfe zwischen der BRK-Bereitschaft und der Feuerwehr hat sich bewährt", stellte Kommandant Schmidt weiter fest. Denn seit der Gründung 1999 sei im abgelaufenen Jahr der höchste Wert an Einsätzen erreicht worden.
Schmidt ging auch auf die besonders schweren Einsätze ein. Dazu zählten im März ein Pferdestallbrand in Obersdorf und der Brand einer Galvanikwanne bei der Firma Witron in Parkstein. Ein für die Wehr besonders belastender Einsatz war der Verkehrsunfall am Steinbacher Berg, ebenfalls im März. "Besonders solche Einsätze machen es erforderlich, dass die Einsatzkräfte danach das Gespräch miteinander suchen und hier auch professionell durch die Kriseninterventionsteams betreut werden", meinte Schmidt.
30 Statisten
Nicht zuletzt der jüngste Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Wetzldorf Ende November war nach den Worten des Kommandanten insbesondere auch wegen der damals herrschenden enormen Straßenglätte ein besonderer Einsatz.
In seinem weiteren Bericht dankte der Kommandant den Floriansjüngern für die vielen Bewegungs-, Übungs- und Einsatzfahrten, die nach seinen Worten immer unfallfrei verliefen.
Er erinnerte auch an die Katastrophenschutzübung im Juni in Chamerau, bei der die Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen und fünf OEH-Mitgliedern zur Unterstützung der Sanitätsabsicherung beteiligt war, sowie an die Einsatzübung im Hotel Steinwaldhaus im Oktober. "Was hier abgelaufen ist, war grandios", stellte er fest. Denn immerhin über 30 Personen waren in der Übung als Statisten mit den verschiedensten Aufgaben eingebunden.
Beförderungen
Kommandant Bernhard Schmidt freute sich, einige Beförderungen in der aktiven Mannschaft vorzunehmen. Aus der Jugendfeuerwehr übernommen wurde Florian Banzer mit der Beförderung zum Feuerwehrmann. Michael Kastner wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert und Peter Robl zum Hauptfeuerwehrmann.
Abzeichen für langjährige Dienstzeit überreichte er für 20 Jahre an Daniel Grünbauer und für 30 Jahre an Markus Köchert und Günter Lehner.













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