Erbendorf
22.10.2019 - 16:34 Uhr

Trauer und Pflichtaufgaben

Mit einer Gedenkminute für den verstorbenen Ludwig Alfred Meister eröffnet Bürgermeister Hans Donko die Stadtratssitzung. Auf der Tagesordnung stehen im Anschluss Widmungen von Ortsstraßen.

„Wir betrauern nicht nur einen begnadeten Unternehmer, sondern auch einen bekannten, allseits beliebten Sohn unserer Stadt und nicht zuletzt einen guten Freund.“ Mit diesen Worten von Bürgermeister Hans Donko gedachten die Stadtratsmitglieder in der Sitzung Ludwig Alfred Meister, der am 8. Oktober im 86. Lebensjahr in Puerto Plata in der Dominikanischen Republik verstorben ist.

Bürgermeister Donko hob hervor, dass Meister nicht nur ein Stück Wirtschaftsgeschichte, sondern auch Stadtgeschichte geschrieben habe. „Große Dankbarkeit empfinden wir auch für die finanzielle Zuwendung, die er der Stadt Erbendorf erwiesen hat und die auf lange Jahre in der Seniorenarbeit einem guten Zweck dient.“ Donko merkte an, dass er persönlich als auch die Stadt seit seinem letzten Besuch im Jahr 2009 stets auf ein Wiedersehen hoffte. „Dies blieb bis zuletzt leider unerfüllt.“

„Wir werden die Erinnerung an Ludwig Alfred Meister, so wie wir ihn zu Lebzeiten kannten, bewahren: Als intelligenten, fleißigen und warmherzigen Mann voller Tatendrang und großzügigen Förderer unserer Heimatstadt.“

Nach diesem Gedenken, zu dem sich alle Stadtratsmitglieder von den Plätzen erhoben, wurde die Tagesordnung wieder aufgenommen. Unter den Bauanträgen fand sich ein im Verwaltungsweg behandelter Bauantrag der Lebenshilfe Kreisvereinigung Tirschenreuth. Wie Bürgermeister Hans Donko ausführte, sieht der Verein die zeitliche Umnutzung der Petö-Einrichtung in der Steinwald-Klinik in eine Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) vor.

Bürgermeister Donko teilte auf Nachfrage von Stadtrat Karlheinz Rottmann mit, das die Petö-Einrichtung derzeit nur drei Kinder betreue und deswegen nach Mitterteich verlagert wurde. „Die frei gewordenden Räumlichkeiten werden aber für die nächsten ein bis zwei Schuljahre von der Lebenshilfe für diese neue Aufgabe genutzt.“

Keine Einwände hatte der Stadtrat zur Aufstellung eines Bebauungsplanes „Hotelnutzung Stadtplatz“ der Stadt Windischeschenbach. „Belange der Stadt werden durch diese Bauleitplanung nicht berührt“, so Donko. Durch die Fortführung der Erschließung des Industriegebietes „Schleifmühle“ wurde entlang der Grundstücke im Gewerbepark 18 und 24 eine 135 Meter lange Neubaustrecke angelegt. Des Weiteren wurden im neuen Baugebiet „Naabhöhe“ die Straßenzüge mit einer Gesamtlänge von rund 475 Meter neu errichtet sowie ein gut 30 Meter langer Fußweg von der Erschließungsstraße Naabhöhe zum öffentlichen Feld- und Waldweg Kühstein entlang des Grundstücks Naabhöhe 9 angelegt. Der Stadtrat beschloss einstimmig, diese als Ortsstraßen und beschränkt öffentlichen Fußweg zu widmen.

Ein weiteres Thema der Stadtratssitzung war die Städtebauförderung. Nachdem das Büro RSP Bayreuth den Auftrag für die Erstellung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) erhalten hat, wurden die Träger öffentlicher Belange um Auskunft über deren beabsichtigte Maßnahmen oder über deren Vorgaben zum städtebaulichen Entwicklungsprozess gebeten.

Wie Bürgermeister Hans Donko in der Sitzung ausführte, wurden insgesamt 29 Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange beteiligt. „Davon haben 10 keine oder eine Stellungnahme ohne Einwendungen abgegeben.“ Relevante Äußerungen seien nicht eingegangen. „Es handelt sich vielmehr um allgemeine Hinweise, die in der Regel in jedem Verfahren gegeben werden.“

CSU-Fraktionsvorsitzender Johannes Reger stellte fest, dass die Erstellung des ISEK für die weitere Stadtentwicklung wichtig sei. „Eine Sache, auf die wir schon lange warten“, so Reger. Die Stadtratsmitglieder nahmen die Stellungsnahmen zur Kenntnis.

 
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