22.11.2020 - 11:33 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Ein Vierteljahrhundert für die Kinder

Sein 25-jähriges Bestehen feiert der Kindergarten St. Elisabeth in Erbendorf. Heute ist er komplett ausgelastet, Anfang der 1990-er Jahre war der Bau durchaus umstritten.

Anstelle großer Festreden mit allerlei prominenter Gäste erinnerten sich Pfarrer Martin Besold und Kindergartenleiterin Stefanie Unterburger auf der Sitzbank vor dem Kindergarten an die Entstehungsgeschichte vor über 25 Jahren.
von fksProfil

Ein Blick in die Geschichtsbücher der Stadt Erbendorf und der Pfarrei zeigt, der Kindergartenneubau Anfang der 1990er Jahre war kein leichtes Vorhaben. Pfarrer Martin Besold und Kindergartenleiterin Stefanie Unterburger blickten in die Archive und erinnerten sich bei einem "Bankerlgespräch" vor dem Haupteingang an die Entstehungsgeschichte.

Als Pfingsten 1993 der Beschluss gefasst wurde, dass aufgrund der steigenden Nachfrage die Pfarrei tätig werden möchte, vergingen noch einige Monate, bis die Bautätigkeiten aufgenommen werden konnten. Für Diskussion sorgte vor allem die Standortwahl, denn im Stadtrat musste zwischen zwei möglichen Plätzen entschieden werden. Mit 10:10 Stimmen ging die Entscheidung dann zurück an den damaligen Pfarrer Konrad Bösl, der sich für den Bau im Pfarrgarten entschied.

"Grünes Licht für den Kindergarten" lautete schließlich die Zeitungsschlagzeile am Heiligen Abend 1993. Der geplante Kindergarten hatte seine "Herberge" doch noch gefunden.

Fast zehn Monate vergingen hernach bis zum Baubeginn im Oktober 1994, am 8. März 1995 konnte schließlich Richtfest gefeiert werden. Danach schritt der Innenausbau sehr zügig voran, der erste Arbeitstag des neuen Kindergartenteams war am 28. August 1995. Allerdings stand dieser unter keinen guten Vorzeichen: Möbel und Spielzeug waren nicht vorhanden. Doch das hielt die Erzieherinnen und Pflegerinnen nicht davon ab, alles für den großen Tag der Eröffnung vorzubereiten. Am 14. September 1995 war es dann soweit und 66 Kinder starteten nicht nur in ein neues Kindergartenjahr, sondern waren die ersten in dieser neuen Einrichtung. Wenige Wochen später, am 19. November 1995, dem Festtag der heiligen Elisabeth (Namensgeberin des Kindergartens), war es Weihbischof Wilhelm Schraml, der die neue Stätte, deren Baukosten bei etwa 2,5 Millionen Mark (etwa 1,3 Millionen Euro) lagen, feierlich einweihte.

Noch heute sei der Kindergarten sehr modern eingerichtet, mit zwei Ebenen, verschiedenen Gruppen- und Sinnesräumen und einem Turnraum seien aktuelle Vorgaben weiterhin erfüllt. Das sollte ursprünglich am Geburtstag gebührend gefeiert werden. Es liefen bereits im vergangenen Jahr die ersten Vorbereitungen für einen Festgottesdienst, ein Ehemaligentreffen und einem Tag der offenen Tür. "Jetzt feiern wir eben in kleiner Runde mit den Kindern", erzählte Unterburger, da die Pandemie derzeit nichts anderes erlaubt. Es werden die Geschichte der heiligen Elisabeth von Thüringen erzählt und der Kindergarten feierlich geschmückt sein.

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