10.07.2019 - 14:19 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Viertklässler aus Erbendorf programmieren Roboter Ozobot

„Programmieren eines einfachen Spiels mit Licht- und Soundeffekten“. So lautete der Name des Projekts, bei dem die vierten Klassen in Zusammenarbeit mit dem Staatsinstitut für Fachleherer kleine Mini-Roboter programmierten.

Den Weg für den Ozobot gaben die Viertklässler selbst vor. Mit gezeichneten farbigen Linien auf dem Papier.
von Jochen NeumannProfil

"Auch an den Grundschulen soll die Digitalisierung in Zukunft eine größere Rolle spielen. Dazu gehört nicht nur die Nutzung von "Computermedien", sondern auch deren Anpassung an die Bedürfnisse ihrer Nutzer, unter anderem durch die Erstellung von Computerprogrammen", erläutern die Organisatoren des Projekts.

Digitalisierung an Schulen

Einen ersten Schritt in diese Richtung hat die Grund- und Mittelschule der Steinwaldstadt unternommen. Bereits im vergangenen Schuljahr hatten Studenten des Staatsinstituts für Fachlehrer in Bayreuth mit den dritten Klassen einfache Kinderlieder mit dem Minicontroller "Auriga" bearbeitet. Dieses Jahr stand mit den Viertklässlern nun das Programmieren von Licht- und Soundeffekten mit Hilfe des Miniroboters "Ozobot" auf dem Programm. Beim Ozobot handelt es sich um einen kleinen Roboter mit Akku, der an der Unterseite mit zwei motorgetriebenen Rädern und fünf Farbsensoren ausgestattet ist.

Er kann durch Aufkleber und beiliegende Accessoires aus Pappe personalisiert und für bestimmte Projekte verkleidet werden. Dieser Miniroboter verfügt über die Fähigkeit, sich an Linien auf einem Papier zu orientieren, wenn diese mit Filzstiften in den Farben Schwarz, Grün, Rot und Blau gezeichneten sind.

Die schwarze Linie ist die Grundlinie, die farbigen Linien sorgen dafür, dass Ozobots LEDs in der entsprechenden Farbe leuchten. Wenn die Farben in einer bestimmten Abfolge verwendet werden, beschleunigt Ozobot oder dreht beispielsweise um. Um sich mit Ozobot vertraut zu machen und ihn zu programmieren, gab es für die Schüler der 4 a und 4 b einen Ausflug zum Partner der Grundschule, dem staatlichen Institut für Fachlehrerausbildung in Bayreuth.

Parcours gemeistert

Unter dem Projektnamen "Programmieren eines einfachen Spiels mit Licht- und Soundeffekten" erklärten die Studenten den Erbendorfer Schülern die verschiedenen Funktionen des Miniroboters. Dann durften die Schüler das Gerät auch selbst ausprobieren und über einen fertigen Parcours fahren lassen. Danach wurden mit den oben erwähnten Farben eigene Fahrspuren gezeichnet. "Besonders eifrige Schüler gestalteten sie sogar zu phantasievollen Plänen aus", freuten sich die Organisatoren über die Resonanz auf die Aktion bei den Viertklässlern.

Mit Spaß bei der Sache

Den teilnehmenden Kindern machte es großen Spaß, die kleinen Roboter über die eigenen Linien-Labyrinthe zu schicken und zu beobachten, wie sie langsamer oder schneller wurden, wie sie in den Farben Grün, Rot oder Blau blinkten und wie sie an den Kreuzungen in die gewünschte Richtung abbogen.

Viel zu schnell verging der etwas andere Unterrichtsvormittag und alle - Studierende und Schüler - waren sich am Schluss einig: "Das hat richtig Spaß gemacht."

Den Weg für den Ozobot gaben die Viertklässler selbst vor. Mit gezeichneten farbigen Linien auf dem Papier.
Den Weg für den Ozobot gaben die Viertklässler selbst vor. Mit gezeichneten farbigen Linien auf dem Papier.
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