Erbendorf
11.08.2019 - 10:41 Uhr

Von wegen "altes Eisen"

Das Generationen-Netzwerk Erbendorf ist seit gut einem Dreivierteljahr aktiv. Ein sehr positives Resümee zog Projektleiter Roland Lochner in der Stadtratssitzung.

Projektleiter Roland Lochner stellte die Arbeit des Generationen-Netzwerks im Stadtrat vor. Bild: njn
Projektleiter Roland Lochner stellte die Arbeit des Generationen-Netzwerks im Stadtrat vor.

Um die Seniorenarbeit in der Steinwaldstadt weiter auszubauen und vor allem zu vernetzen, startete die Stadt Erbendorf unter dem Motto "Voll dabei statt altes Eisen" im Modellprogramm des Freistaats Bayern das Generationen-Netzwerk. Projektleiter Roland Lochner nahm im November vergangenen Jahres seine Arbeit auf. In der Stadtratssitzung hatte er nur Positives über das vergangene Dreivierteljahr zu berichten.

"Was haben wir, was benötigen wir und was wünschen sich unsere Senioren? - Das waren die Fragen, mit denen wir uns zum Start des Projekts auseinandersetzten." Mit diesen Worten stieg Roland Lochner in seinen Bericht ein. Eine Expertenrunde und Umfragen bei Senioren ergaben, dass der berühmte Ausspruch vom "alten Eisen" bei der heutigen Generation der Senioren nicht mehr gelte. "Ältere Menschen wollen und können aktiv am Leben teilnehmen", wusste Lochner.

"Das Generationen-Netzwerk ist auf einem guten Weg, den Senioren das zu bieten, was sie sich wünschen", stellte der Projektleiter fest. Denn die Umfrage unter Senioren sei in dieser Hinsicht sehr aufschlussreich gewesen. Lochner zählte unter anderem sportliche Aktivitäten, Interesse an Medien und vor allem Geselligkeit dazu.

"Dementsprechend haben wir bereits viele Veranstaltungen durchgeführt", sagte Lochner. Unter anderem Filmnachmittage, Aquajogging im Freibad, Informationsnachmittage, Computer- und Smartphone-Kurse sowie Wanderungen und Fahrradtouren.

"Vernetzung ist wichtig", stellte er fest. "Deshalb wird auch mit Vereinen und Institutionen eng zusammengearbeitet." Beispielsweise werden über das Generationen-Netzwerk auch Veranstaltungen und Treffen der Pfarreien, des VdK und der AWO beworben, die ebenfalls Seniorenveranstaltungen anbieten. Die Zusammenarbeit laufe auch mit der Stadt sehr gut.

Ideen gehen dem Projektleiter nicht aus. Denn für die Zukunft arbeitet er bereits an neuen Veranstaltungen, die seiner Meinung nach bei der Generation "60 plus" Interesse finden werden. "Insgesamt haben unsere Angebote einen sehr guten Zuspruch erfahren", sagte Lochner abschließend. "Aber eins liegt mir schon am Herzen: Wir bräuchten mehr Männer." Denn die Veranstaltungen würden zum größten Teil nur von Frauen besucht.

"Man merkt, er ist mit Herzblut dabei", stellte Bürgermeister Hans Donko nach Lochners Bericht fest. Es sei eine hervorragende Arbeit, die er leiste. Dem konnten sich die Stadtratsmitglieder nur anschließen.

 
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