08.12.2019 - 11:39 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Weihnachtlicher Abendsegen mit Musik

Begeisterte Besucher, stimmgewaltige Solisten, ein bunter Chor und ein hervorragendes Orchester. „Zauberhafte Weihnachtszeit“ lautete der Titel des Weihnachtskonzerts in der Stadthalle Erbendorf mit Dirigent Klaus Linkel.

von Jochen NeumannProfil

Die Titel „Zauberhafte Weihnachtszeit“ versprach über zwei Stunden auserlesene Weihnachtsmusik alter Meister und Lieder aus aller Welt. Von heiter-besinnlichen bis zu fröhlich-rhythmischen Melodien reichten die Melodien, die das Kammerorchester des Westböhmischen Sinfonieorchesters Marienbad, die Chorgemeinschaft Erbendorf/Wiesau mit den Teenies/Junger Chor Wiesau sowie die Gesangssolisten Marja Leena Varpio (Sopran), Annette Kramny (Mezzo-Sporan) und Torsten Frisch (Bariton) zum Besten gaben. Zum Schluss gab es stehende Ovationen des Publikums.

Unter der Gesamtleitung von Dirigenten Klaus Linkel ging es musikalisch in die Weihnachtswelt. Im ersten Teil erklang festliche Musik. Unter anderem war die Sinfonia von Johann Sebastian Bach aus dem „Weihnachtsoratorium“ zu hören. Ihren ersten Auftritt hatten die Solisten mit "Tochter Zion" aus Händels „Judas Maccabaeus.“

Für dieses Weihnachtskonzert arrangierte Klaus Linkel eigenhändig das „Panis Angelicus“ von César Franck und „Schafe können sicher weiden“ von Bach aus der Kantate BWV 218 für Orchester und Chor. Aus Mozarts „Vesperae solennes de Confessore“ erklang „Laudate Dominum".

Einen breiten Raum im Konzert nahm im zweiten Teil der Komponist Engelbert Humperdinck ein: Da wurde es wahrlich märchenhaft. Linkel stellte hier eine kleine Suite mit Motiven aus dessen Märchenoper „Hänsel und Gretel“ zusammen, bei der alle Akteure des Abends gefordert waren. Denn zu hören waren Sopran, Mezzosopran, Bariton, Chor und Kammerorchester. Unter anderem präsentierten sie den bekannten „Abendsegen“.

Gekonnt moderierte die ersten beiden Konzertteile Lilly Linkel, die Ehefrau des Dirigenten. Im dritten Teil mit Weihnachtsliedern aus aller Welt bezauberte sie das Publikum mit einer Weihnachtsgeschichte von Heidi Keller, die auch etwas Gänsehaut hervorrief.

Für den Reigen der Weihnachtslieder ließ sich Klaus Linkel für das altdeutsche Weihnachtslied „Zu Bethlehem geboren“ etwas Besonderes einfallen und arrangierte dieses Lied für Chor und Kammerorchester. Moderne Rhythmen waren dann bei Leroy Andersons „A Christmas Festival“ mit den schönsten Weihnachtsliedern aus aller Welt zu hören. So der „Good King Wenceslas“, „Die drei Könige“ und „Joy to the World“.

Ganz im Zeichen der Sologesänge standen das „Christrosenlied“ von Robert Stolz mit Sopranistin Marja Leena Varpio, Felix Bernards „Winter Wonderland" mit Bariton Torsten Frisch und das bekannte „White Christmas“ von Irving Berlin mit Altistin Annette Kramny.

Zum Ende des fulminanten Konzerts war nochmal ein Titel von Leroy Anderson mit der Pferdeschlittenfahrt zu hören, bei dem Frisch und Varpio selbst zu Schlaginstrumenten griffen und den Rhythmus vorgaben.

Als Abschluss arrangierte Klaus Linkel unter dem Titel „Christmas-Final-Medley" drei weltberühmte Weihnachtslieder für Solostimmen, Chor und Kammerorchester: „Fröhliche Weihnacht“, „O heilige Nacht“ und „Gloria“ blieben im Gedächtnis der Besucher.

Für das beeindruckende und meisterhafte Konzert bedankten sich die Besucher mit stehenden Ovationen bei den Musikern. Natürlich forderten sie auch eine Zugabe, die gerne gewährt wurde. Zum Schluss gab es neben Applaus Blumen für die Solisten, Moderatorin Lilly Linkel sowie die Chorleiterinnen Elisabeth Liedl aus Erbendorf und Christa Holm aus Wiesau, die das Programm mit ihren Chören einstudiert hatten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.