Erbendorf
13.09.2019 - 15:43 Uhr

Ein Zelt und seine Tradition

Nächste Woche feiern die Erbendorfer ihre Michaeli-Kirchweih. Was einfach dazugehört, ist die Zeltkirwa des Geselligkeitsvereins Rauchclub Erbendorf-Altenstadt. Dieses Jahr feiert der Verein 110-jähriges Bestehen.

Auch heuer gehts im Festzelt des Rauchclubs am Festplatz zur Kirchweih wieder 3 Tage lang rund. Bild: njn
Auch heuer gehts im Festzelt des Rauchclubs am Festplatz zur Kirchweih wieder 3 Tage lang rund.

Am nächsten Wochenende vom 21. bis 23. September feiern die Erbendorfer ihre Kirchweih. Neben dem Michaeli-Markt, der am Sonntag, 22. September am Unteren Markt stattfindet, ist die dreitägige Zeltkirchweih des Rauchclubs Erbendorf-Altenstadt - übrigens die 48. - nicht wegzudenken. Sie feiern in diesem Jahr ihre 48. Zeltkirchweih, hoffentlich bei gutem Wetter.

Denn mit dem Wetter ist das so eine Geschichte. „Fürchterlich kalt und leichter Schneefall“, so heißt es in der Vereinschronik des Rauchclubs Erbendorf-Altenstadt zur ersten Zeltkirchweih des Vereins 1972. Nachdem Anfang der 1960-er Jahre in der sogenannten „Pfarrpoint“ neben dem Stadtpark der Festplatz errichtet wurde, fanden sich dort jährlich zugelassene Schausteller zur Kirchweih ein. Im Juli 1972 reifte bei einer Ausschusssitzung des Rauchclubs unter dem damaligen Vorsitzenden Karl Lochner die Idee, zusätzlich ein Zelt mit Wirtschaftsbetrieb aufzustellen.

Nach einer Vorsprache bei der Stadt und einer Ortsbesichtigung mit dem städtischen Angestellten Erich Eber gestattete der Stadtrat im August 1972 einstimmig dem Rauchclub, ein Festzelt mit bis zu 300 Quadratmetern zu errichten. Einen Monat später zur Kirchweih 1972 stellte der Verein sein erstes Bierzelt in der Größe von 16 mal 8 Metern auf. Damals noch ohne Fußboden und ohne Heizung.

Zum Ausschank kam das Bier der Lenz-Bräu aus Kemnath. Den Verantwortlichen schien der erste Zelt-Kirchweih-Samstag wegen der Kälte und dem leichten Schneefall fast schon undurchführbar. Doch trotz des schlechten Wetters schloss das Fest erfolgreich ab. Die Besucher äußerten vielfach den Wunsch, die Zeltkirchweih zu wiederholen. In den Folgejahren wurde diese Veranstaltung so mehr und mehr zu Tradition.

Um einen Festzeltbesuch attraktiver zu machen, konnten durch die geschaffenen Rücklagen aus den Einnahmen immer wieder Investitionen vorgenommen werden. 1981 erfolgte die Anschaffung des ersten vereinseigenen Heizgeräts.

1992 wurde für die Zeltkirchweih ein größeres Zelt angemietet. Eine Neuerung auch 1995: Nach langen Diskussionen im Rauchclub wurden erstmals an Stelle der Masskrüge Halbliterkrüge verwendet.Heute ist die Zeltkirwa bei der Michaeli-Kirchweih nicht mehr wegzudenken. Übrigens unterstützt der Geselligkeitsverein aus den Gewinnen des Festes jährlich soziale Einrichtungen. Erstmals wurde im November 1973 von der Vorstandschaft beschlossen, den Kindergärten eine Spende von 100 Mark zukommen zu lassen. Es folgten weitere Zuwendungen an soziale Einrichtungen. Unter anderem die Petö-Tageseinrichtung, die Schule oder Projekte des Rotary-Clubs und an die DKMS. Aber auch die örtlichen Kirchen sowie aktuell die Arbeiterwohlfahrt gingen nicht leer aus.

Zur diesjährigen Kirchweih steckt der Rauchclub schon mitten in den Vorbereitungen. Am Samstag, 21. September, beginnt ab 14 Uhr der Zeltbetrieb. Am Abend sorgen die „Tazmanischen Teufel“ für die richtige Stimmung. Den Kirchweihsonntag eröffnet der Rauchclub um 10 Uhr mit einem zünftigen Frühschoppen. Ab 14.30 Uhr sorgt Walter Kobel auf seiner Steirischen für Stimmung und ab 19 Uhr zeichnet Alleinunterhalter Klaus Rabenstein für die Musik verantwortlich.

Der Zeltbetrieb am Kirchweihmontag wird um 10 Uhr eröffnet. Nachmittags ab 14.30 Uhr findet der Seniorennachmittag der Stadt im Kirwazelt mit dem Duo Tina & Gerd statt. Den Kirwa-Ausklang ab 19.30 Uhr bestreitet der Alleinunterhalter „Floppl“. Zum Kirwa-Wochenende sind nicht nur die Erbendorfer Bürgerinnen und Bürger, sondern auch alle Urlauber und Feriengäste sowie Besucher aus Nah und Fern herzlich eingeladen.

 
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