15.05.2019 - 14:45 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Zuschlag für Heizungsbauer

Auf 348 000 Euro schätzte ein Gutachter den Verkehrswert von Grundstück und Gebäude eines Erbendorfer Installationsunternehmens, das im April 2018 Insolvenz angemeldet hat. Nun lud das Gericht zur Zwangsversteigerung.

Im Zuge der Zwangsvollstreckung wurde ein Gewerbe- und Industriegebäude im Erbendorfer Gewerbepark am Dienstagvormittag durch das Amtsgericht Weiden versteigert. Insgesamt wurden fünf Gebote abgegeben. Ein örtlicher Heizungsbauer ersteigerte für 280 000 Euro das 5475 Quadratmeter große Firmengelände.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Das Gewerbe- und Industriegebäude im Erbendorfer Gewerbepark kam am Dienstagvormittag im Amtsgericht Weiden unter den Hammer.

Über 20 Zuhörer interessierten sich für das 5475 Quadratmeter große Firmengelände und das frei stehende, teils zweigeschossige Industriegebäude mit Photovoltaikanlage, das 2005 errichtet worden ist. Der Büroteil ist zu einer Wohnung umgebaut.

Im April 2018 ging das Installationsunternehmen insolvent, kurze Zeit später wurde der Zwangsversteigerungsvermerk ins Grundbuch eingetragen. Miet- oder Pachtverhältnisse bestanden keine, informierte Rechtspfleger Erich Flor. Ein Gutachter schätzte den Verkehrswert auf 348 000 Euro.

Lastenfreies Grundstück

Anwesend bei dem Termin am Amtsgericht Weiden waren der Eigentümer mit einem Insolvenzverwalter der Rechtsanwaltskanzlei Wagner-Lehner aus Regensburg. Als Gläubiger waren die Vereinigten Raiffeisenbanken vertreten. Als Mindestgebot nannte Flor 11 200 Euro. Ein Gebot darunter war nicht zulässig. Zudem wurden zwei Wertgrenzen festgelegt. Ein Betrag unter 174 000 Euro (Fünf-Zehntel-Grenze) sei zwar zulässig, erhalte aber keinen Zuschlag, hieß es in der Verlesung. Liege das Gebot unter der Sieben-Zehntel-Grenze (243 600 Euro) könne der Gläubiger einen neuen Termin für die Versteigerung beantragen. "Wichtig für den Erwerber ist, dass er ein lastenfreies Grundstück erwirbt", betonte der Rechtspfleger.

Um kurz nach 10 Uhr beginnt die Bieterstunde. Insgesamt werden fünf Gebote abgegeben. Den Anfang machen zwei Männer der "R&W GbR" mit 100 000 Euro. Kurz darauf gibt ein Privatmann ein Gebot von 140 000 Euro ab. Fast zehn Minuten verstreichen, dann bietet ein weiterer Interessent 180 000 Euro. Das vierte Gebot macht ebenfalls ein Privatmann. Er ist bereit, 250 000 Euro zu zahlen. Fünf Minuten vor Ende der halbstündigen Mindestbietzeit kommt ein Gebot von 255 000 Euro. Um 10.40 Uhr beendet Flor die Bieterstunde. Dann ruft er zur Versteigerung des Erbendorfer Gewerbe- und Industriegebäudes auf.

Gebote werden erhöht

Der vierte Bieter erhöht auf 270 000 Euro. Auch der zweite Interessent steigert sein Gebot nochmals von 140 000 Euro auf 275 000 Euro. Der vierte Bieter bleibt hartnäckig und geht auf 280 000 Euro. Er erhält schlussendlich den Zuschlag, als der Rechtspfleger um 10.42 Uhr die Zwangsversteigerung beendet. Die Gläubiger bestätigen die sofortige Zwangsversteigerung. Der neue Eigentümer des Industriegebäudes im Gewerbepark ist ein örtlicher Heizungsbauer.

Im Zuge der Zwangsvollstreckung wurde ein Gewerbe- und Industriegebäude im Erbendorfer Gewerbepark am Dienstagvormittag durch das Amtsgericht Weiden versteigert. Insgesamt wurden fünf Gebote abgegeben. Ein örtlicher Heizungsbauer ersteigerte für 280 000 Euro das 5475 Quadratmeter große Firmengelände.

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