Erbendorf
25.03.2024 - 15:50 Uhr
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Zwei Stadträte planen in Erbendorf Wohn- und Ärztehaus mit Tiefgarage

In der Stadt Erbendorf werden derzeit die Weichen für ein Großprojekt gestellt. Wie im Stadtrat bekannt wurde, wollen zwei Stadträte in ein Wohn- und Ärztehaus investieren.

Hier in der Josef-Höser-Straße ist die Errichtung eines Ärztehauses mit Wohnräumen und Tiefgarage geplant Bild: lum
Hier in der Josef-Höser-Straße ist die Errichtung eines Ärztehauses mit Wohnräumen und Tiefgarage geplant

Die Stadt informierte in der März-Sitzung über eine im Verwaltungsweg behandelte Bauvoranfrage der Stadträte Christian Bauer und Alfons Meierhöfer (beide CSU). Sie planen gemeinsam die Errichtung eines großen Ärztehauses auf einem freien Grundstück in der Josef-Höser-Straße. Geplant ist ein Gebäude mit Tiefgarage und Praxisräumen im Erdgeschoss sowie Wohnungen im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss. Weiterhin wurde einem Bauantrag für einen Schweinestall in Geiselhof und einem Wohnhaus mit Doppelgarage in Schadenreuth das Einvernehmen erteilt.

Seniorenbeauftragter hört auf

Wie in der Sitzung weiter bekannt wurde, hat Seniorenbeauftragter Roland Lochner aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegt. Bürgermeister Johannes Reger zollte ihm "höchsten Respekt für seine Arbeit". Vor allem hob er die vergangenen Seniorenveranstaltungen an Fasching und Kirchweih hervor. Beide seien volle Erfolge gewesen. Eine mögliche Kandidatin für die Nachfolge habe sich schon gemeldet, verriet Reger. Wer ebenfalls Interesse an dem Amt habe, solle mit der Stadt in Kontakt treten. In der April-Sitzung soll das Ehrenamt neu besetzt werden.

Keine Bauschuttannahme mehr

Die Grüngutannahme in Erbendorf hat seit 16. März wieder geöffnet. Ab sofort könne jedoch kein Bauschutt oder Erdaushub mehr abgegeben werden, so Reger. Anton Hauer (SPD) wollte die Gründe dafür wissen. Er äußerte die Sorge, dass kleinerer Mengen nicht zur Deponie Wiesau - der nächstliegenden Entsorgungsstelle - gebracht werden, sondern irgendwo im Wald und auf Feldern entsorgt werden. Bürgermeister Reger begründete die Entscheidung, keinen Bauschutt mehr anzunehmen, mit den hohen Kosten für die Bereitstellung und Transport des entsprechenden Containers. Die Verwaltung hatte ausgerechnet, dass dadurch für einen Eimer Bauschutt etwa 70 Euro an Kosten anfallen. Geschäftsleiter Hubert Wojtenek betonte, dass die Deponie in Schadenreuth geschlossen worden sei, was die Entsorgungskosten durch den Transport zu einer anderen Deponie erhöht habe. Man werde das Thema aber im Auge behalten.

Jubiläum im Gewerbepark

Das Gewerbegebiet in Erbendorf feiert 25-jähriges Bestehen. Dazu findet am 5. Mai ein Tag der offenen Betriebe statt. "Wir können sehr stolz sein auf unser Gewerbegebiet hier in Erbendorf, wir sind dort sehr breit aufgestellt, haben eine gute, vielseitige Struktur", so Reger. Damit sei man nicht nur von einem Wirtschaftszweig abhängig, könne viele verschiedene Wirtschaftsfelder bedienen. Reger dankte hier seinem Vorgänger Hans Donko, der damals für die Erschließung gesorgt und viele Jungunternehmer an die Hand genommen habe. Ohne ihn gäbe es viele Unternehmen in Erbendorf wohl nicht, meinte Reger. Weiter informierte er, dass eine Erweiterung des Gewerbegebiets kommen werde. Das Geld für den Baulandkauf sei bereits im Haushalt 2024 enthalten.

Etat für Schwesternstiftung

Der Haushalt für die Schulschwesternstiftung für das Jahr 2024 wurde mit 558 500 Euro einstimmig festgesetzt und beschränkt sich auf einen reinen Verwaltungshaushalt. Für die Stadtwerke mussten formelle Beschlüsse für die Kapitaleinlagen der Stadt für die Jahre von 2021 bis 2023 nachgeholt werden. Für 2021 waren dies 610 000 Euro, für 2022 genau 600 000 Euro und für 2023 insgesamt 630 0000 Euro. David Runschke (Grüne) stimmte jeweils dagegen.

Kataster für Solarenergie

Zweiter Bürgermeister Bernhard Schmidt von den Freien Wählern machte auf das Solarpotenzialkataster des Landkreises Tirschenreuth aufmerksam. Über diesen Online-Kartendienst sei leicht die Eignung der eigenen Dachflächen für eine Photovoltaikanlage abrufbar. "Das Thema Photovoltaik ist in aller Munde, man sollte die Willigen hier unterstützen", so Schmidt. Er hielt deshalb auch eine Einbindung des Solarpotenzialkatasters auf den Internetseiten der Stadt für sinnvoll. Reger gab seine Zustimmung, und lud die Bürger dazu ein, mitzuwirken beim Umbau des Energiesystems, damit man bei der Energieversorgung unabhängiger werde.

Projekte verschoben

Dem Rotstift fielen in der Stadt Erbendorf durch den strikten Sparkurs in diesem Jahr gleich einige Projekte zum Opfer. Neben den großen Projekten, wie der Erweiterung des städtischen Kindergartens und der Vollsanierung der Hans-Schrembs-Straße, sind dies unter anderem auch die Sanierung der Schultoiletten, die Renovierung der Windischkapelle und der Bau eines Gehweges in der Steinigen Gasse. Neben dem Neubaugebiet in Wildenreuth (Nordost III) werden im kommenden Jahr Sanierungsarbeiten am Feuerwehrhaus abgeschlossen und zudem eine neue Urnenwand auf dem Friedhof geschaffen.

Zuschuss für Straße

Für die Verlegung einer Straße in Frodersreuth gab die Stadt ihr Einverständnis und einen kleinen Zuschuss. Die Arbeiten selbst würden die Bewohner größtenteils in Eigenregie durchführen, informierte Reger. Schmierereien an der Bushaltestelle in Erbendorf sollen nach den Osterferien von der Schule beseitigt werden, so die Ankündigung.

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