26.04.2019 - 15:53 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Erschwingliches E-Auto mit guter Reichweite

Kia bietet den Nachfolger des Soul in Deutschland nur noch als Elektroauto an - Reichweite bis 452 Kilometer

Wer einen neuen Kia Soul möchte, muss zum E-Auto greifen. Die Koreaner bieten ihr kastiges SUV in Deutschland nur noch batteriegetrieben an.
von Michael Ascherl Kontakt Profil

Kia traut sich was: Die dritte Generation des kantigen Kultautos Soul wird es in Deutschland nur noch als Stromer geben. Nach dem begehrten, eine Nummer größeren e-Niro, hauen die Koreaner also einen weiteren Pflock in Richtung Null-Emission ein. Den Soul gibt es mit zwei unterschiedlich großen Batterien: Einmal mit 39,2 kWh Speicherkapazität und 136 PS Leistung und einer Reichweite von bis zu 276 Kilometern und dann mit einem 64 kWh fassendem Speicher, einem 204 PS starken E-Motor und einer Reichweite von 452 Kilometern. Der stärkere Soul soll im sogenannten City-Zyklus sogar 648 Kilometer weit kommen. Der günstigste Soul kostet als Edition 7 mit kleiner Batterie 33 990 Euro, der teuerste mit großer Reichweite in der höchsten Ausstattung "Spirit" 43 190 Euro. Die Förderung von 4000 Euro geht bei beiden noch weg. Kia gibt auf Auto und Batterie sieben Jahre Garantie bis 150 000 Kilometer. Schon die Basis ist sehr gut ausgestattet, beispielsweise mit Abstandsradar, Spurhalteassistent, Bluetooth-Freisprecher, Fahrprofilprogramm, Fernlichtassistent, Kollisionswarner, Klimaautomatik, Stauassistent und Apple-Carplay/Android Auto.

Der frontgetriebene Soul spurtet in 7,9 Sekunden auf 100. Noch beeindruckender ist aber die ansatzlose Beschleunigung aus dem Stand. Zum Laden der Batterie stehen verschiedene Systeme bereit, die sich an Haushaltssteckdosen, Wallboxen und Schnell-Ladestationen (über CCS-Stecker) anflanschen lassen. Das Laden von 0 auf 80 Prozent dauert je nach System 54 Minuten an einer 100-kW-Station oder 12 und mehr Stunden an der normalen Steckdose. Eine sinnvolle Erweiterung ist der Online-Dienst UVO-Connect (Serie ab Vision), der u.a. Echtzeitnavigation bietet, die nächste Ladestation anzeigt aber auch über eine entsprechende App das Smartphone zur Fernbedienung für das Auto macht. Dann lässt sich der Soul vor dem Start heizen oder kühlen, während er gegebenenfalls noch am Strom hängt. Wir sind den Soul gefahren. Wie der Niro speist er beim Verzögern entstehende Energie wieder in die Batterien zurück. Über Hebel am Lenkrad ist einstellbar, wie stark der Wagen rekuperieren soll. Das ist im Prinzip wie rauf- und runterschalten vor und nach Kurven. Auf Wunsch schaltet das Auto in den Verfolgungsmodus, will heißen: Er schwimmt besonders stromsparend im Verkehr mit. Der Soul ist ein Statement - für Kia und denjenigen, der einen fährt.

„Kia gehört mit seiner wachsenden Palette an Mildhybrid-, Vollhybrid-, Plug-in-Hybrid und Elektrofahrzeugen zu den weltweit führenden Anbietern von Autos mit elektrifiziertem Antrieb“, sagt Steffen Cost, Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland. „2018 hatte jeder achte in Deutschland verkaufte Kia einen teil- oder vollelektrischen Antrieb.

Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung gehören Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, aktiver Spurhalteassistent, Müdigkeitswarner, Fernlichtassistent und der Notruf-Service eCall. Angeboten werden ebenfalls Spurwechselassistent und aktiver Querverkehrwarner. Der Kia e-Soul wird in den Ausführungen Edition 7, Vision und Spirit angeboten. Die Basisversion beinhaltet bereits LED-Scheinwerfer, Audiosystem mit 7-Zoll-Touchscreen, Smartphone-Integration, Klimaautomatik und Smart-Key. Erhältlich sind zudem 10,25-Zoll-Kartennavigation (inkl. 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update und UVO Connect), Premium-Soundsystem, Head-up-Display, impulsgesteuerte Ambientebeleuchtung, induktive Smartphone-Ladestation, Glasschiebedach, Lederausstattung und elektrische Vordersitze mit Ventilation.

Der Einstiegspreis von 33.990 Euro bezieht sich auf die 100-kW-Version in der Basisausführung Edition 7. Die 150-kW-Variante des e-Soul Edition 7 kostet 37.790 Euro.

Wer den Kia e-Soul als Dienstwagen nutzt, profitiert von der seit Januar 2019 geltenden Neuregelung: Gegenüber Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb halbiert sich bei voll förderfähigen Elektro-Dienstwagen der geldwerte Vorteil, der versteuert werden muss. Für einen e-Soul mit 150 kW in der gehobenen Ausführung Vision (Listenpreis: 41.390 Euro) bedeutet das bei durchschnittlicher Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz (17 km) und bei einem Steuersatz von 30 Prozent eine jährliche Steuerersparnis von 1125 Euro. Bei höherem Steuersatz oder längerem Arbeitsweg steigt der Betrag entsprechend.

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