25.07.2019 - 19:37 Uhr
Oberpfalz

Erstmals mehr als 42 Grad in Deutschland

So schnell purzeln Rekorde: Lingen in Niedersachsen war am Donnerstag der wohl heißeste Ort Deutschlands. In der Oberpfalz war es nicht ganz so extrem.

Nicht nur am Donnerstag, auch am Freitag sollen die Temperaturen wieder weit über die 30-Grad-Marke steigen.
von Agentur DPAProfil

(dpa/anm) Erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland ist die 42-Grad-Marke durchbrochen worden. Lingen im niedersächsischen Emsland war am Donnerstag mit 42,6 Grad nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der heißeste Ort in Deutschland. Nach diesen Messergebnissen wurden gleich mehrere frische Temperaturrekorde hinfällig. Noch um 14.20 Uhr waren in Bonn-Roleber 40,6 Grad gemessen worden.

Der Lingener Rekord, der noch überprüft werden muss, könnte aber durchaus noch einmal purzeln. "Das ist ein vorläufiger Zwischenstand", betonte DWD-Sprecher Andreas Friedrich zu diesen vorläufigen Zahlen. "Ich lege nicht die Hand dafür ins Feuer, dass es bei diesem Wert bleibt." Zuvor hatte das unterfränkische Kitzingen vier Jahre lang seinen Ruf als heißester Ort Deutschlands behauptet. Dort waren im Sommer 2015 gleich zweimal 40,3 Grad gemessen worden.

Derweil übt sich die Oberpfalz in vornehmer Zurückhaltung, aber hier waren laut Wetterexperte Andy Neumaier ohnehin keine Rekorde zu erwarten. In Schwandorf und Amberg wurden bis zum Spätnachmittag vorläufige Höchstwerte von 37,2 und 37,9 Grad gemessen, in Tirschenreuth 36,0, in Weiden 36,1 und in Regensburg 38,3. Alles weit weg von 39,5 in Amberg aus dem Jahr 1983. An diesem Freitag wird es in der Region noch einmal ähnlich heiß, danach geht die große Hitze mit teils schweren Gewittern erst einmal zu Ende. Ob die insgesamt große Trockenheit durch flächigere Gewitter am Sonntag aber abgemildert werden kann, ist fraglich. Neumaier: "Das große Defizit, das wir schon aus 2018 mitgebracht haben, bleibt."

Temperaturen unter 30 Grad waren am Donnerstag nur an der Ost- und Nordseeküste oder auf den Bergen oberhalb von 1000 Metern zu finden. Ermittelt werden die Temperaturen beim DWD einerseits mit Hilfe des hauptamtlichen Messnetzes mit rund 180 Wetterstationen. Dazu kommen mehr als 800 Stationen im nebenamtlichen Netz, so dass es insgesamt rund 1000 offizielle Stationen gibt. Für die Erfassung der Temperaturen sind laut DWD lediglich rund 500 Stationen relevant, die möglichst flächendeckend übers Land verteilt sind. Außerdem gibt es Messwerte von Partnernetzen, die beispielsweise an Flughäfen betrieben werden, etwa von der Nato oder der Bundeswehr. Laut DWD fallen 42 Stationen in diese Kategorie.

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