05.11.2019 - 12:02 Uhr
EschenbachOberpfalz

Mit 21 Jahren selbstständig

Ein ungewöhnliches Segnungszeremoniell lockt eine Vielzahl von „Offiziellen“ und Freunden auf den Marienplatz. Dort wird im neuen Friseurgeschäft „Bilals Barbier“ gefeiert.

Segnungszeremoniell mit Bürgermeister Werner Walberer, Lektorin Gabi Scherl, Pfarrer Thomas Jeschner, Vater Hüseyn , Güdük, Imam Yakup Polat, zweiten Bürgermeister Karl Lorenz, Bilal Güdük, Bürgermeister Ernst Lenk, Hausherrn Dominic Reiter und Bürgermeister Peter Lehr.
von Walther HermannProfil

Erst im April hat der 21-jährige Bilal Güdük die Prüfung zum Friseurmeister abgelegt, und nun eröffnet er schon als weiteren Schritt in seiner beruflichen Laufbahn in Familientradition einen eigenen Salon. Seine Vorbilder dabei sind Vater und Schwester, die in Weiden beziehungsweise Hamburg selbstständig sind. Seine Lehrzeit verbrachte der gebürtige Eschenbacher, der in Pressath aufgewachsen ist, im Salon von Roman Kill.

Dem Segnungszeremoniell stellte Lektorin Gabi Scherl weltliche Worte voran. Talent, Fleiß und einer gehörigen Portion Mut gehörten, dazu wenn man sich selbstständig machen will, hob sie hervor: Hinter den Begriffen „selbst“ und „ständig“ verberge sich „eine andere Hausnummer" als im Angestelltenverhältnis.

Scherl sprach auch im Namen von Pfarrer Thomas Jeschner, als sie versicherte: „Umso mehr freut es uns, dass du uns eingeladen hast, damit wir deinem Tun, aber auch all den Menschen, die hier ein- und ausgehen, Gottes Segen zusprechen.“ Sie alle stellte Jeschner nach Segensgebeten mit Weihwasser unter den Schutz Gottes. Die Ministrantenaufgabe hatte er vorher Stadtrat Marcus Gradl zugeteilt. Das für Oberpfälzer Ohren ungewöhnliche muslimische Zeremoniell vollzog der Weidener Imam Yakup Polat.

Bürgermeister Peter Lehr zeigte sich erfreut über das Ende eines Leerstands in der Innenstadt, ging auf die Vorgeschichte des gewerblichen Raumes ein und wünschte mit der Übergabe der Jubiläumstasse „30 Jahre Eschenbach-Partnerschaft“ viele Kunden und angenehme Geschäfte. Sein Pressather Amtskollege Werner Walberer freute sich über den Schritt zur Selbstständigkeit des „Pressather Eigengewächses“, der neue Erfordernisse mit sich bringe. Mit dem Schirmitzer Ernst Lenk gab ein weiterer Bürgermeister dem „jungen sympathischen Kerl“ die Ehre und zollte ihm Respekt für seinen Mut.

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