„Wachet auf, ruft uns die Stimme“: Schon Johann Sebastian Bachs Choral, interpretiert von Organist Joachim Steppert, stiftete im Wortgottesdienst am dritten Advent Hoffnung und Zuversicht. Die Andacht war von Stadtpfarrer Thomas Jeschner kurzfristig wegen der Corona-Auflagen vom geplanten Standort am Weihnachtsbaum vor dem Rathaus in die Stadtpfarrkirche Sankt Laurentius verlegt worden. Auch das Mitsingen der Gläubigen musste unterbleiben. Alternativ zeigte Joachim Steppert mit adventlichem Liedgut an der Sandtner-Orgel sein Können.
Geprägt war die Andacht von der Tageslosung zum dritten Advent: „Gaudete! – Freut Euch“. Die biblischen Texte sollten das bestätigen. "Fürchtet euch nicht, jaucht auf", heißt es in der ersten Lesung aus dem Propheten Jesaja. Mit Blick auf die Coronapandemie sah der Stadtpfarrer in Jesajas Worten ein Zeichen der Zukunftsperspektive, die Angst, Schrecken und alle Unsicherheit des Lebens verdränge.
Die prophetische Hoffnungsbotschaft verknüpfte der Seelsorger mit einem Traum, der in der Not zusammenführe, wie es schon Hélder Pessoa Camara formuliert hatte. „Es gibt kein Land dieser Erde ohne Menschen guten Willens.“ Im Kern sei diese Botschaft ein Hoffnungsschimmer für alle Menschen. Auch im Wortgottesdienst, den auch Pfarrvikar Gerald Obumneke Nwenyi mitgestaltete, sollten die Gläubigen mehr denn je spüren, dass jeder auf den anderen angewiesen sei, und dass diese Botschaft Teil des großen Weihnachtswunschs nach Gesundheit, Mitmenschlichkeit und Frieden auf Erden sei.



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