15.07.2019 - 12:42 Uhr
EschenbachOberpfalz

Alles dreht sich ums Bier

Erneut liegt in der Rußweiherstadt ein Verein in den „Geburtswehen“: Am Wochenende soll die Gründung des Kommunbrauvereins Eschenbach erfolgen.

von Walther HermannProfil

Zum Kreis der "Geburtshelfer" zählen die gleichen Idealisten, auf deren Konto das "Eschenbacher Zoigl" geht: Matthias Haberberger und Thomas Ott. Zur Gründungsversammlung am Samstag, 20. Juli, um 19 Uhr "beim Taubnschuster" sind alle Interessenten am Bierbrauen eingeladen.

Den Initiatoren ist nicht nur daran gelegen, die historisch gewachsene Tradition des Brauens von Kommunbier zu erhalten. Der Verein will sich dem Erhalt der Felsenkeller widmen, an der Betreuung des geplanten Eschenbacher Bierweges mitwirken und den Kontakt mit weiteren historischen Vereinen pflegen. Den Hauseigentümern in der Altstadt, die noch über ein Braurecht verfügen, soll durch die Einrichtung einer Kleinbrauerei die Möglichkeit gegeben werden, ihr altes Recht wieder auszuüben. Dessen Nutzung war ihnen mit dem Abbruch des Kommunbrauhauses genommen worden.

Allerdings hatte Christian Vichtl bereits am 16. April 1966 ohnehin zum letzten Mal den Sudkessel angeheizt. Das Braurecht war damals offensichtlich nicht mehr geschätzt worden. An Stelle des Kommunbrauhauses, das 1971 abgebrochen wurde, entstand 1972 das alte Feuerwehrgerätehaus, das im Januar 2018 ebenfalls der „Spitzhacke“ zum Opfer gefallen ist.

Den Initiatoren schwebt vor, das Brauen nur in kleinem Maß und nicht gewerblich anzugehen und eventuell bei kleinen Veranstaltungen das Bier aus Eschenbacher Hopfen als kleine Attraktion zum Selbstkostenpreis anzubieten. Ziel des neuen Vereins soll es sein, Kunst, Kultur und Heimatpflege zu fördern.

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