23.02.2020 - 15:24 Uhr
EschenbachOberpfalz

Amelie Hahn gewinnt Kreisentscheid beim Vorlesewettbewerb

Amelie Hahn, Schülerin des Gymnasiums Eschenbach, siegte beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs in Eschenbach. Sie setzte sich gegen acht andere Schulsieger durch.

Schulrätin Margit Walter, Rektor Wolfgang Bodensteiner und Kreisjugendpfleger Jürgen Orlik (von rechts) dankten den Schulsiegern für die Teilnahme am Kreisentscheid und gratulierten den Erstplatzierten Amelie Hahn, Nina Schmidkonz und Jonas Hirsch (2. bis 4. von links)
von Walther HermannProfil

Neun Schulsieger hatten die Qualifikation für den Kreisentscheid erreicht, der am Donnerstag im Seminarraum der Markus-Gottwalt-Schule ausgetragen wurde. Sie vertraten die Mittelschulen Eschenbach, Neustadt/WN, Pressath und Windischeschenbach, die Lobkowitz-Realschule Neustadt/WN und die Gymnasien Eschenbach und Neustadt/WN. Nur sieben nutzten die Chance für den Bezirksentscheid. Rektor Wolfgang Bodensteiner bescheinigte den Schülern: „Ihr könnt glücklich und stolz sein, denn ihr habt den jeweils Schulwettbewerb gewonnen und könnt nichts mehr verlieren.“ Er hieß Eltern, Kollegen und „die erlauchte Reihe der Jury“ willkommen und versicherte den Schülern: „Die Juroren werden gnädig sein.“ Zu ihnen gehörten Schulrätin Margit Walter, je zwei Vertreter des Kreisjugendrings und von Buchhandlungen und drei Lehrkräfte.

Für die Stadt Eschenbach zeigte sich zweiter Bürgermeister Karl Lorenz erfreut über die Wahl des Veranstaltungsortes und erwartete zwei spannende Stunden. Auf das Prozedere des Wettbewerbs ging Kreisjugendpfleger Jürgen Orlik ein und gab das Startsignal für die „Kür“. Die Schüler stellten stets den Titel und einen kurzen Inhalt ihres ausgewählten Buches vor, aus dem sie drei Minuten vorlasen. Nach einer kurzen Pause begann die „Pflicht“. Dafür hatte Orlik Passagen aus dem Buch „Das Museum der sprechenden Tiere“ von Helen Cooper vorbereitet.

Der Jury oblag die Ermittlung der Gesamtpunktzahl für jeden Vortragenden. Beim Wahltext wurden Textgestaltung, Textverständnis und Lesetechnik gewertet. Beim unbekannten Text blieb es bei Textgestaltung und Lesetechnik. Vor der Herausstellung des Siegertrios gratulierte die Schulrätin allen Teilnehmern zu ihren Leistungen, übergab Buchpräsente und sprach von eng beieinander liegenden Punktesummen. Amelie Hahn, Schülerin des Gymnasiums Eschenbach gewann schließlich vor Nina Schmidkonz (Lobkowitz-Realschule Neustadt) und Jonas Hirsch (Gymnasium Neustadt). Die drei Besten freuten sich über zusätzliche Preise.

„Das Lesenkönnen ist einerseits eine Bedingung, um Schule überhaupt nutzen zu können, andererseits aber auch Voraussetzung dafür, in der Schule erfolgreich sein zu können“, betonte die Schulrätin in ihrem Grußwort. Sie sah im Lesen eine Technik, die Kinder spätestens in den ersten beiden Schuljahren lernen. Lesen können bedeutete für sie jedoch weit mehr, „einen jahrelangen Prozess, bei dem nicht nur laufend die Technik verbessert wird, sondern zunehmend die Fähigkeit entwickelt wird, unterschiedlichen Textsorten Informationen zu entnehmen und diese vor dem Hintergrund des übrigen Wissens zu interpretieren, in Zusammenhänge einzuordnen und zu bewerten“.

Als unbestritten sah es Walter an, dass Lesen sehr hohe Anforderungen stellt und für ungeübte Leser oft eine große geistige Anstrengung bedeutet. Deutlich machte sie aber auch, dass Lesen Freude bereiten kann und räumte zugleich ein, dass der Leser beim Eintauchen in die Fantasie vergisst, dass er gerade dabei ist, seine Kompetenz zu erweitern. In ihren Lesephilosophien wies die Schulrätin dem Lesen eine Schlüsselkompetenz in Gesellschaft und Schule zu und folgerte daraus: „Ohne Lesekompetenz können viele Bereiche des Lebens nicht oder nur ungenügend erschlossen werden.“ Als Beispiel nannte sie Schwierigkeiten beim Verstehen von Sachtexten, wie es bei Mathematikaufgaben unabdingbar ist.

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