15.01.2019 - 16:21 Uhr
EschenbachOberpfalz

Auftakt zum Jubiläum

"25 Jahre Taubnschuster": Heimatverein zeigt alte Postkarten aus dem Städtedreieck.

Morgen, Donnerstag, ist Eröffnung: Mit Bildern, Postkarten und anderen Dokumenten bietet der Heimatverein in seiner neuen Ausstellung einen Einblick in die Geschichte der Kommunen im Altlandkreis Eschenbach. Der „Hochwohlgeborene Hochverehrteste Herr Bezirkshauptmann“ sowie die Krieger und Veteranen beispielsweise sind auf diesen Schaubildern vereint.
von Walther HermannProfil

Mit nostalgischen Bildpostkarten aus dem östlichen Teil des ehemaligen Landkreises Eschenbach beginnt der Heimatverein am morgigen Donnerstag sein Ausstellungsprogramm 2019. Mit 70 großformatigen Bildern und einigen Rahmen mit Originaldokumenten lässt er zugleich die regionale Baugeschichte lebendig werden.

Die Ausstellung im Museum "Beim Taubnschuster" ist zugleich die Auftaktveranstaltung zum Jubiläum "25 Jahre Taubnschuster". Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im großen Saal des Pfarrheimes hatte Karlheinz Keck im März 1994 das Haus vorgestellt, das gerade von der Familie Habith-Haberberger renoviert wurde.

Er sprach von dem besonderen Anliegen des Heimatvereins, die alte Raumstruktur von Wohnhaus und Stall zu erhalten und zu bewahren. "Das Haus repräsentiert einen Typus Bürgerhaus, der früher charakteristisch war für unsere Stadt und heute weitgehend verschwunden ist", argumentierte Keck damals. Er kündigte an, dass mit geselligen Terminen, Ausstellungen, Vortrags-, Musik- und Brauchtumsveranstaltungen neues Leben in das Anwesen einziehen solle. Es gelte, das letzte erhaltene örtliche Ackerbürger-Anwesen zu einem Zentrum lokalen Kulturgeschehens zu machen.

Der Heimatverein befand sich damals im Höhenflug: In den beiden Jahren zuvor war die Mitgliederzahl von 45 auf 374 gestiegen. Mit dem Weihnachtsmarkt am zweiten Adventssonntag 1994 begann auch eine Ausstellung mit Puppen, Puppenstuben und handbemalten Glaskugeln. Seither erlebten und genossen Zehntausende von Besuchern bei unterschiedlichsten Veranstaltungen das besondere Flair beim "Taubnschuster". 25 Jahre später ist für einen jeden erkennbar, dass die Vision Kecks Wirklichkeit geworden ist.

Morgen, Donnerstag, eröffnet der Heimatverein um 19 Uhr die Ausstellung "Alte Postkarten aus dem Städtedreieck". Er beschränkt sich dabei nicht nur auf Eschenbach, Grafenwöhr und Pressath. Mit Exponaten stellen sich auch Kirchenthumbach, Neustadt am Kulm und Speinshart mit seinem kirchlichen Hinterland vor. Manche der Bildkarten enthalten außerdem beachtenswerte Textbeiträge. Zu Eschenbach schrieb etwa Hans Mayr im Jahr 1921: "... wenn die Bauern auf dem Felde sind, ist keiner von den Bürgern daheim. Tag und Nacht arbeiten, schlecht sich ernähren und dabei zufrieden sein. Hut ab vor den Eschenbachern."

Von Neustadt am Kulm schwärmte 1913 Freiherr M. Anton von Kreußer: "Wie malerisch mag sich im Mittelalter das von zwei stattlichen Burgen auf den Kulmen gekrönte wehrhafte Städtchen ausgenommen haben." Als Wanderer schrieb er 1917: "Die Stadt Pressath, deren Hauptstraße wir durchwandern, mutet mit ihren ehrwürdigen Giebelfronten und massiven Steinbauten wie ein Tiroler Landstädtchen an." Geöffnet ist die Ausstellung bis 15. April mittwochs von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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