16.01.2020 - 12:17 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Mit Ausbildung auf dem richtigen Weg"

Eschenbach genießt unter Schäferhundfreunden hohen Stellenwert. Denn hier befindet sich die zweite Körstelle der Oberpfalz. Michael Siegler spricht deshalb von einer Zuchttauglichkeitsprüfung als der herausragenden Veranstaltung 2019.

Maße, Gewicht und anatomischer Aufbau sind Bestandteile einer Zuchttauglichkeitsprüfung.
von Walther HermannProfil

Bei einer Körung erhalten Hunde, die selbstsicher und gutartig sind, ausgeprägte Triebveranlagung, Selbstsicherheit und Belastbarkeit besitzen, ein einwandfreies, lückenloses Gebiss haben sowie in Maßen, Gewicht und anatomischem Aufbau dem Rassehundbild entsprechen, die Qualifikation zur Zucht. Im Mai war deshalb das Übungsgelände des Schäferhundevereins zum Mekka für 56 Hundehalter und zahlreiche -freunde aus mehreren Bundesländern geworden. Körmeister Dieter Nitschke und seine Fachjury unterzogen die vorgestellten Hunde einer eingehenden Prüfung. Das Lob, das Hundeführer und Richter in der Folge über den Eschenbacher Verein und dessen Anlage ausschütteten, fand sich in Sieglers Anmerkungen wieder.

Der Vorsitzende wollte der Jahreshauptversammlung den Berichten seiner Funktionsträger nicht vorgreifen und beschränkte sich nach einem Totengedenken für Jutta Grüner auf allgemeine Betrachtungen. Er sprach von größeren Ausgaben, die vor allem Pflegegeräte für die Vereinsanlage betrafen, und freute sich, dass der Verein nach 10 Neuaufnahmen nun über 126 Mitglieder verfügt.

Siegler erkannte einen sehr gut gestalteten Übungsbetrieb mit einer erneut gestiegenen Anzahl von Hunden und resümierte: „Wir sind mit der Ausbildung auf dem richtigen Weg. Es ist wichtig, sie ruhig und zielorientiert durchzuführen.“

Nicht verkneifen konnte er sich eine Mahnung an die Mitglieder. Mit Hinweis auf die Bedeutung des Hüttenwirts bei den regelmäßigen Ausbildungs- und Geselligkeitsanlässen bedauerte er, dass während des Jahres „die Arbeit nur an den Familien Gilch und Kausler hängengeblieben ist“. Ihnen dankte er mit Blumen.

Als Orientierungshilfe nannte der Vorsitzende mehrere Veranstaltungstermine für das neue Jahr: 19. Januar Jugendwarttagung bei der Ortsgruppe Aischgrund, 16. Februar Zuchtwarttagung bei der Ortsgruppe Dormitz, 8. März Landesgruppenversammlung, 4. April Körung in Amberg, 25./26. April Sieben-Länder-Wettkampf in Hessen, 21. Mai Prüfung in Eschenbach, 3. bis 6. September Bundessiegerzuchtschau. 7. November Prüfung in Eschenbach.

Im Blickpunkt:

Körung und Namensvergabe

Für die Körung muss sich der Hund einem umfangreichen Test stellen, den er frühestens im Alter von zwei Jahren absolvieren kann. Neuankörung und eine Ankörung nach Unterbrechung erfolgen stets auf die Dauer von zwei Jahren. Im zweiten Jahr der Körzeit muss der Hund zur Wiederankörung vorgestellt werden, die dann auf Lebenszeit erfolgt.

Zweck der Körung ist es, eine Auslese unter den Zuchttieren zu treffen, die in ihrem Wesen und ihrem anatomischen Aufbau in besonderem Maß zur Erhaltung und Förderung der Rasse geeignet erscheinen. Die Körberichte werden im Körbuch des Verbands veröffentlicht. Der Hundebesitzer erhält einen Körschein.

Als „adelige“ Namensträger ziehen die Hunde bei Laien sehr oft besondere Aufmerksamkeit auf sich. Bei Prüfungen in Eschenbach waren etwa schon „Shakira von der Römershalde“, „Delia vom Gleißenauer Schloss“, „Akima vom Fackelträger“, „Kimon von Castra Regina“ und „Artus von Mount Cook“ dabei.

Der erste Name informiert bei Verwendung des Alphabets über die Anzahl der Würfe der Hündin: Vornamen mit A dokumentieren den ersten Wurf, Vornamen mit B den zweiten Wurf und so weiter. Der zweite Teil des Namens wie "Römerhalde" oder "Mount Cook" ist stets die geschützte Bezeichnung des Stammhauses/Zwingers des Züchters. (rn)

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