(msh) Architekt Günther Lenk stellte dem Stadtrat die Änderungen des Flächennutzungsplans des Baugebiets und den Entwurf des Bebauungsplans Esperngasse-Ost vor. Größte Veränderung ist das Entstehen einer Grünfläche mit einem Erdwall. Dafür werden zwei Bauplätze verschoben. Dadurch ist allerdings keine Erweiterung des Friedhofs mehr möglich. Allerdings waren sich die Räte einig, dass das auch nicht unbedingt nötig sei.
Der Wall dient als Lärmschutzmaßnahme, da in unmittelbarer Nähe der Steinmetzbetrieb Dilling ist und die B470 verläuft. Auf der Grünfläche soll ein Spielplatz entstehen und die Schrägen des Erdwalls sollen in die Planungen miteinbezogen werden. "Wir haben bereits Landschaftsgestalter kontaktiert, die Vorschläge machen sollen", teilte Bürgermeister Peter Lehr mit. Zudem wurde die Straßenführung angepasst und ein geplanter kleiner Kreisverkehr entfällt dadurch. Marcus Gradl (CSU) bedauert das und schlug eine entsprechende Aufpflasterung vor, um den Verkehr zu bremsen. Architekt Lenk besprach anschließend mit den Räten die Änderungsvorschläge der verschiedenen Behörden. "Beim Baurecht stoßen wir auf keine größeren Probleme", lautete das Fazit von Lehr. Der Rat beschloss die Änderung des Flächennutzungsplans und den Entwurf des Bebauungsplans einstimmig.
Der nächste Punkt beschäftigte sich mit der Fortzahlung des kommunalen Zuschusses an die "Gemeinschaft Hand in Hand" (GeHiH). Zweiter Bürgermeister Karl Lorenz (FWG) stellte die Seniorengemeinschaft kurz vor und bat um die Fortzahlung des Zuschusses von 0,50 Euro pro Einwohner. Bei derzeit 3838 Einwohnern wären das 1919 Euro. Alle Fraktionen lobten die Arbeit der Ehrenamtlichen und beschlossen die Fortzahlung einstimmig.
Der nächste Tagesordnungspunkt war ein Antrag der CSU-Fraktion auf die Einführung von Mitfahrbänken in Eschenbach. Marcus Gradl (CSU) stellte das Konzept vor und plädierte für sieben Bänke im Stadtgebiet: Pressather Straße, Zimmermannsplatz, Karlsplatz, Speinsharter Straße, Kirchenthumbacher Straße, Stirnberg und Apfelbach. "Der öffentliche Nahverkehr ist bei uns auf dem Land nicht gut ausgebaut. Außerdem lassen immer mehr Senioren das Auto stehen", argumentierte er. Mitfahrbänke seien zwar nicht das Allheilmittel, aber ein Lösungsansatz. Er schlug vor die bereits bestehenden Bushaltestellen zu nutzen und lediglich um Bänke und entsprechende Mitfahr-Schilder zu erweitern. Dafür veranschlagte er 7500 Euro.
Hans Bscherer (FWG) fand die Idee gut, allerdings wies er darauf hin, dass die Bänke in Kemnath nicht gut angenommen werden. "Vielleicht reichen zu Beginn auch drei oder vier Bänke." Gradl erklärte, dass das Risiko überschaubar sei. "Falls es nicht funktioniert, können die Bänke auch an anderer Stelle verwendet werden." Die SPD-Fraktion ist von dem Konzept nicht vollständig überzeugt. "Die Frage ist schon, wie die Leute dann wieder zurückkommen. Sie fahren zum Einkaufen und müssen dann warten, bis jemand wieder zurückfährt", kritisierte Matthias Haberberger (SPD). Da das finanzielle Risiko allerdings überschaubar ist, stimmte der Stadtrat dem Vorschlag des CSU-Fraktion mit zwei Gegenstimmen von Haberberger und Thomas Ott (beide SPD) zu.
Eschenbach
29.06.2018 - 16:09 Uhr
Baugebiet und Mitfahrbänke
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