11.11.2019 - 15:10 Uhr
EschenbachOberpfalz

Mit Blumen die Stadt aufwerten

„Eschenbach ist bunt, ich bin dabei“: Das steht auf Zündholzschachteln, die im Gasthof „Weißes Roß“ zur Abschlussveranstaltung des Blumenschmuckwettbewerbs die Runde machen. Aber das ist nicht das einzige "Dankeschön" für die Teilnehmer.

Repräsentanten von Stadt und Stadtverband wirken bei der Auszeichnung zum Blumenschmuck-Wettbewerb als Rosenkavaliere.
von Walther HermannProfil

Als erfreulich wertete es Dieter Kies, dass auch in diesem Jahr wieder viele Eschenbacher durch die Bepflanzung von Fenstern, Balkonen und Gärten mitgeholfen haben, ein blühendes Gesamtbild zu präsentieren. Um sämtliche Mittel zur Aufwertung des Lebensraumes Stadt zu nutzen, ist nach Überzeugung des Stadtverbandsvorsitzenden die Initiative aller Bürger erforderlich.

„Gerade im Innenstadtbereich könnte hier noch wesentlich mehr geschehen", verheimlichte er dabei nicht. "Wie wir als Jury festgestellt haben, sinkt hier die Bereitschaft zum Fassadenschmuck mit Pflanzen ganz erheblich. Pflanzen in der Stadt bedeuten, nicht nur gelegentliches Wochenendgrün zu genießen, sondern Grün für den Stadtalltag und die Naherholung der kurzen Wege zu schaffen.“

Im Blumenschmuck-Wettbewerb, die Bezeichnung stammt noch aus den Anfangszeiten der Veranstaltung, sah Kies keinen Wettbewerb, sondern eine Gartenbegehung, "bei der die Aktivitäten unserer Eschenbacher anerkannt werden sollen". Jeder Teilnehmer, der seinen Blumenschmuck liebe- und geschmackvoll zusammengestellt habe, sei dabei ein Gewinner: Er bereite mit blühenden und grünen Arrangements vor allem sich selber Freude, merkte der Vorsitzende des Stadtverbands an.

Leicht ins Philosophieren geriet Kies, als er resümierte: „Blumen haben nicht nur einen äußerlich sichtbaren Effekt, sie bewirken auch etwas im Inneren der Menschen. Sie führen zu einem besseren Miteinander und stärken unsere Seele.“ Ergänzend zitierte er den amerikanischen Dichter Ralph Waldo mit den Worten: „Blumen sind das Lächeln der Erde.“

In diesem Sinne dankte er allen Teilnehmern, die durch einen gepflegten Garten, ein üppiges Blumenbeet oder eine schöne Dekoration auf Balkon oder Fensterbank anderen Menschen Freude bereitet haben und "ein Lächeln auf unsere Lippen zauberten". Der Redner rief dazu auf, weiterhin alle Möglichkeiten zu nutzen und mitzuhelfen, die Stadt einladend und liebenswert zu gestalten.

Auch Bürgermeister Peter Lehr kam zu dem Schluss, dass sich die Rußweiherstadt erneut von ihrer besten Seite gezeigt habe. Als Beispiele dafür nannte er Veranstaltungen wie "30 Jahre Städtepartnerschaft Eschenbach", Bauernmarkt oder Bürgerfest, an denen die Gäste ein Eschenbach kennen gelernt haben, „das sich in einem harmonischen , bunten und malerischen Erscheinungsbild präsentierte“. Den Garten- und Blumenfreunden bescheinigte er, dass sie durch ihr vielfältiges Engagement zum wunderschönen und positiven Gesamteindruck der Stadt beigetragen haben.

Quasi als Vorschau auf die nächste Pflanzzeit trug der Bürgermeister die Geschichte vom „Streit der Frühlingsmonate“ vor. Dank sagte er der Siedlergemeinschaft für die Ausrichtung des Abends mit vielen Pilz-Informationen (Bericht folgt), dem Obst- und Gartenbauverein für seine Aktivitäten mit Pflanzen und der Pflege von Obstbäumen im Stadtgebiet, den „Grünen Daumen“ des Bauhofes und allen Blumenfreunden für ihr Engagement.

Alphabetisch rief Lehr schließlich die Teilnehmer an der Veranstaltung „Blumenschmuck 2019“ nach vorne. Für sie gab es jeweils ein symbolisches "Dankeschön" von 15 Euro, eine Rose und ein Teelicht mit Zündholzschachtel.

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