18.03.2019 - 14:24 Uhr
EschenbachOberpfalz

Buttersäure-Fall: Keine Spuren eines Einbruchs

Gewaltsam ist niemand in die Wohnung in der Eschenbacher Stirnbergstraße eingedrungen. Das steht laut Polizei fest. Doch die Beamten schließen die Verwicklung Dritter in den Fall weiterhin nicht aus.

Symbolbild.
von Anne Spitaler Kontakt Profil

Keine aufgebrochene Tür, kein demoliertes Fenster: Einbruchsspuren hat die Polizei in der Wohnung in der Stirnbergstraße, wo sich vor einer Woche plötzlich der Gestank von Buttersäure breitmachte, nun nicht gefunden. Das teilt sie am Montag auf Anfrage mit. Trotzdem ermittelt sie weiterhin in alle Richtungen und das bedeutet auch, dass Dritte noch immer als Täter infrage kommen könnten.

Doch wie könnten diese in die Wohnung gelangt sein? "Wenn sich jemand Zugang verschafft haben sollte, dann auf eine Weise, mit der er keine Spuren hinterlassen hat", sagte Walter Schäffler, stellvertretender Leiter der Eschenbacher Polizeiinspektion. Zu der Frage, ob Dritte einen Schlüssel hätten, wollte er nichts sagen. Auch eine Meldung des Nachrichtenportals Reporter 24, wonach es heftige Streitigkeiten zwischen der Familie und Nachbarn gegeben haben soll, will Schäffler nicht bestätigen. "Ich habe es auch gelesen, aber kann es weder bestätigen noch dementieren", sagte er am Montag. Im Zuge der Ermittlungen würden aber noch Gespräche mit den Anwohnern geführt.

Sollte sich herausstellen, dass es sich um einen Angriff handelte, könnte die Tat größere Konsequenzen haben. Mit welchem Strafmaß der Verursacher dann rechnen müsse, hänge davon ab, ob er schon mal polizeilich in Erscheinung getreten ist, teilte Schäffler mit. Es sei aber "nicht ohne". Genaueres kann er erst sagen, wenn feststeht, was passiert ist. Ob derjenige dann auch die Kosten für den Einsatz tragen müsste, liege im Ermessen der Kommunen als Träger der Feuerwehren. Details zu den Kosten konnte Klaus Lehl, dritter Bürgermeister von Eschenbach, am Montag jedoch nicht nennen. Er verwies auf Bürgermeister Peter Lehr, der ab Dienstag wieder im Amt ist.

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