"Erntedankfest" im Gymnasium Eschenbach: 68 junge Menschen beenden mit dem Abi-Zeugnis in den Händen einen Lebensabschnitt voller Höhen und Tiefen. Sich zwei Jahre lang unter Pandemiebedingungen durch den Schulstoff kämpfen, das Abi unter erschwerten Bedingungen meistern und kein Abi-Ball. Der Lockdown kostete Kraft und erforderte Geduld. Trotz der Herausforderung für Schüler und Lehrer herrschte bei der Abiturfeier in der Aula des Gymnasiums Aufbruchstimmung.
Dafür sorgte auch die Schulband mit „Old Friends“ dem „Medley James Bond“ und „Torija“. Schulleiter Harald Olschner inszenierte einfühlsam und humorvoll mit Blick auf das Motto „ Abiflex“ die Feier im Stil einer Oscarverleihung. Nahe am Thema Bollywood und auf den langen „Screen time-Modus“ seiner Schützlinge während des Corona-Lockdowns blickend orientierte sich der Oberstudiendirektor rhetorisch an Ereignissen der Filmbranche. Die Abiturienten ernannte er zu Hauptdarstellern und Regisseuren. Für das Gymnasium als Produktionsfirma sei es eine erhebende Momentaufnahme, stellte Olschner fest.
Der Schulleiter wünschte einschneidende „Turning-Points“. Die unermesslich scheinende Vielfalt möglicher Drehbücher sollte aber stets ein Happyend haben. „Findet Eure Rolle, füllt sie aus und brilliert!“
Viele Erwartungen, viele Aufgaben, viele Chancen: in diesem Dreiklang ermunterte Landrat Andreas Meier die jungen Leute auch dazu, Verantwortung in den Schaltstellen der Gesellschaft zu übernehmen. „Bringt Euch ein! Wir brauchen Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht.“
Grußworte sprachen Eschenbachs zweiter Bürgermeister Karl Lorenz im Namen der zahlreichen Gemeindevertreter aus dem Einzugsbereich der Schule, Elternbeiratsvorsitzende Dr. Sabine Schultes und Fördervereinsvorsitzender Andreas Wagener. Humorvoll beleuchteten die Abi-Sprecher Jana Harrer, Anna Schicker, Louise Sorger und Oliver Spies unter dem Leitgedanken „viel Wissen bedeutet noch nicht Verstand“ das lange und unruhige Schulleben mit dem „Verschleiß“ von gleich drei Direktoren.
Eine „1“ vor dem Komma schafften 23 der 68 Abiturienten. Mit der Traumnote 1,0 glänzten Raphaela Beer (Dobertshof) und Simone Türmer aus Auerbach. Über die Gesamtnote 1,2 freuen sich Maximilian Höller (Auerbach), Maria Nickl (Kemnath) und David Wilterius (Kirchenthumbach). Über einen Schnitt von 1,3 jubeln Paula Braunreuther (Löschwitz) und Philipp Kraus (Kirchenthumbach). Eine 1,4 erreichten Jasmin Kroher aus Zettlitz und Chiara Zeitler (Auerbach). Nicht minder bemerkenswert ist die Gesamtnote von 1,5 von Hannah-Luisa Götz aus Kirchenthumbach und von Louise Sorger aus Eschenbach.















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