31.03.2020 - 16:43 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Einschneidendes geschäftliches Hindernis"

Stiefmütterchen, Primeln, Gänseblümchen und Osterglocken: In Scharen warten Frühjahrsblüher in Gärtnereien auf Käufer - wegen der Coronakrise aber vergeblich.

Auch in der Gärtnerei Fischer stehen jede Menge Frühjahrsblumen bereit.
von Walther HermannProfil

Seit Frühlingsbeginn unterliegen auch Gärtnereien der Allgemeinverfügung der Bayerischen Staatsregierung. Herbert Fischer musste deshalb neben dem Blumengeschäft am Karlsplatz bis auf Weiteres - und erstmals in der 74-jährigen Geschichte des Unternehmens - auch die traditionsreiche Gärtnerei am Stadtweiher schließen. Seine Großeltern Josef und Emilie hatten den Betrieb nach der Vertreibung aus dem Sudetenland in mühevoller Kleinarbeit aufgebaut, Sohn Alfred hatte sie mit seiner aus Schlesien stammenden Ehefrau Ursula zur jetzigen Größe ausgebaut.

Für den Familienbetrieb unter Leitung von Herbert Fischer ist die aktuelle Ausgangssperre ein "einschneidendes geschäftliches Hindernis". Vorbereitet auf den Besucherandrang für die Bepflanzung von Gräbern, Vorgärten und Terrassen bemüht sich die Gärtnerei nun, durch einen Bestell- und Lieferservice den Bestand an Frühjahrsblühern an die Kunden weiterzugeben.

Denn bald kommt die Zeit für Freilandpflanzen, wie Balkon- und Gemüsepflanzen sowie Pflanzen für Gräber. „Die Sommerware benötigt Platz“, gibt Herbert Fischer zu bedenken und bedauert, dass der Restbestand an Frühjahrsblühern zu Wegwerfware auf dem Kompost werden muss.

Mit seinen Serviceangeboten liegt der Gärtner auf einer Linie mit der Gärtnerei Rossbacher in Auerbach. Nicht nachvollziehbar ist für ihn die Regelung in Thüringen, wo der Verkauf in Gärtnereien ohne Einschränkungen weiterläuft.

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