12.02.2019 - 14:53 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Engagement für ein gutes, harmonisches Miteinander"

„Ihr nehmt den Lehrkräften so manche Arbeit ab, nehmt positiven Einfluss auf das Schulklima und leistet einen wichtigen Beitrag zur Schulentwicklung.“ Dies bescheinigte Thomas Reitmeier neun neuen Konfliktlotsen.

Schulleiter Thomas Reitmeier und Diplompädagogin Iris Kettel (hinten, von rechts) übergeben den neuen Konfliktlotsen der Wirtschaftsschule im Beisein von stellvertretendem Schulleiter Bernhard Miedl (hinten, von links) sowie den Lehrkräften Stefanie Walbert und Elke Spitaler die Zertifikate.
von Walther HermannProfil

Für die Übergabe der Zertifikate wurde die Aula der Wirtschaftsschule zum Empfangssalon. Oberstudiendirektor Thomas Reitmeier gab der Veranstaltung dort den Stellenwert eines kleinen Jubiläums: „15 Jahre Konfliktlotsenausbildung an unserer Wirtschaftsschule. 15 Jahre Engagement für ein gutes, harmonisches Miteinander, 15 Jahre interessierte und engagierte Schüler, die sich für das Gemeinwohl einsetzen.“

Die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, die neben Eltern und Verwandten der Schüler die Zuhörerreihen füllten, wertet er als Wertschätzung den Jugendlichen und auch der Bildungseinrichtung gegenüber. Insbesondere willkommen hieß Reitmeier: Diplom-Pädagogin Iris Kettel, zweiten Bürgermeister Karl Lorenz, Angehörige des Fördervereins mit Vorsitzendem Walter Schnoy, die Vorsitzenden des Elternbeirats, Annegret Kennel und Stella Berlinski, die Lotsen-Ansprechpartner Elke Spitaler und Stefanie Walbert sowie Joe Armstrong und Lisa Schleicher, Angehörige der ersten "Konfliktlotsen-Staffel".

Der Schulleiter blickte zurück auf die Zeit der ersten Lotsenausbildung im Jahr 2004, sah in der damaligen Schulleiterin Annemarie Metz eine wichtige Mitinitiatorin und zitierte Iris Kettel zur Einführung der Konfliktlotsen: „In der Pubertät hört man lieber auf Gleichaltrige als auf Erwachsene.“ In I-Phone, Facebook und YouTube sah er ebenso bedeutende Veränderungen seitdem wie in der schulischen Ganztagsbetreuung und der großen Flüchtlingswelle. Diese Entwicklungen verdeutlichten, wie wichtig Konfliktlotsen, die versuchen, „Konflikte zwischen anderen Schülern durch vertrauliche Gespräche zu entschärfen“, an einer Schule seien. Mit Blumen bedankte er sich bei Kettel, Spitaler und Walbert, „die mit viel Herzblut unsere Konfliktlotsen begleiten“.

An die erste Fahrt zur externen Konfliktlotsenausbildung erinnerte Diplom-Pädagogin Iris Kettel in ihrer Rückblende. Sie sah die damaligen Anforderungen auch heute noch als gegeben an. Als Ausbilderin sprach sie von mehr als 30 Vollstunden Unterricht und dankte den Eltern, die ihr die Kinder anvertraut haben. Mit persönlichen Erfahrungen und Eindrücken aus der Ausbildungszeit stellten sich die neuen Lotsen vor.

„Konfliktlotsen brauchen nicht zwingend Konflikte, aber einen steten Dialog: nicht um Streit zu schlichten, sondern durch Konflikte zu lotsen“, erklärten Spitaler und Walbert. Sie sprachen von der Begeisterung der Schüler nach dem ersten gemeinsam verbrachten Schulungswochenende mit den Inhalten Gesprächsführung und Erkennen von Spannungen. Ziel sei es, keinen Mitschüler als Verlierer aus dem Gespräch zu entlassen.

Armstrong und Schleicher, Angehörige der ersten und dritten Lotsenstaffeln, gaben Einblicke in ihre Ausbildungs- und Praxiszeiten, nannten sie befruchtend für ihren weiteren Lebensweg und riefen die neuen Konfliktlotsen dazu auf, den Mitschülern mit Respekt zu begegnen, Gespür zu entwickeln und stets hinter die Fassaden zu blicken.

Thomas Reitmeier übergab schließlich zudammen mit Iris Kettel Zertifikate an Sophia Arnold, Verena Beaudet, Kinon Berlinski, Gabriela Boruta, Paul Brand, Matthew Carswell, Milena Gebhard, Alina Gnauk und Lydia Pittner. Bei einer Imbissrunde bestand Gelegenheit, die bisher gewonnenen Erfahrungen zu reflektieren.

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