05.04.2020 - 14:39 Uhr
EschenbachOberpfalz

Erschließungsarbeiten Esperngasse liegen im Zeitplan

Das Areal des Baugebiets Esperngasse Ost gleicht einer Hügel- und Grabenlandschaft. Bis Ende Juni sollen die aufwändigen Grabungs-, Verlegungs- und Straßenbauarbeiten beendet sein.

Einer Hügel- und Grabenlandschaft gleicht das Baugebiet Esperngasse Ost. Rechts oben ist das vorgegebene Regenrückhaltebecken erkennbar.
von Walther HermannProfil

Das Ende der Erschließungsarbeiten für 19 Baugrundstücke ist absehbar. Wie Michael Wagner vom Grafenwöhrer Planungsbüro Schultes versichert, liegen die Arbeiten der Firmen Markgraf und Fränkische Baugesellschaft im vertraglich vereinbarten Zeitplan. Er hegt die Hoffnung, dass weder Witterungseinflüsse noch Auswirklungen der Coronakrise Rückschläge verursachen.

Die Modalitäten der Erschließung, die mit dem offiziellen ersten Spatenstich am 21. Oktober 2019 bereits eingesetzt hatte, waren Thema der Stadtratssitzung am 2. Mai 2019, bei der CSU/ÜCW-Sprecher Marcus Gradl dem Planungsbüro ein "dickes Lob" ausgesprochen hatte. Bereits damals hatte Wagner den Baubeginn für frühestens September 2019 und das Bauende für spätestens Ende Juni 2020 angekündigt.

In seinem damaligen Vortrag begründete er die unterschiedlichen Ausbaustandards von Erschließungsstraßen und -wegen und kündigte an, überschüssiges Material für den vom Landratsamt geforderten Lärmschutzwall zwischen Wohnhäusern und dem Steinmetzbetrieb Dilling zu verwenden. Sein vorgestellter Bebauungsplan enthielt eine Siedlungsstraße mit einer Breite von 5,25 Meter. Ihr schließt sich eine zweizeilige Mulde und ein 2,25 Meter breiter Multifunktionsstreifen an, der von Fahrzeugen auch für eventuell erforderliche Ausweichbewegungen genutzt werden kann.

Zu den bereits bis zum Jahreswechsel abgeschlossenen Arbeiten zählt neben der Wasserversorgung die Entwässerung mit einem Trennsystem, über das das Oberflächenwasser in das vorgegebene Rückhaltebecken mit einem Speichervolumen von 250 Kubikmeter und von dort gedrosselt in den Eschenbachgraben geleitet wird. Im jüngsten Gespräch mit Michael Wagner beziffert der Planer die Gesamtlänge des Kanals mit 875 Meter und die der verlegten Wasserleitung mit 730 Meter. Da das Schmutzwasser von einem Pumpwerk am Friedhofsweg über eine Weiterleitung in westlicher Richtung zum bestehenden Abwasserkanal an der B 470 geführt werden muss, kündigt Wagner in den nächsten Wochen das Einbringen einer 190 Meter langen Druckleitung an. Durch das Verlegen einer Wasserleitung vom Feuerwehrhaus über den Friedhofsweg zum neuen Baugebiet verspricht er sich einen Ringschluss und damit verbunden eine Verbesserung des Brandschutzes.

Nach Abschluss der Erschließungsbereiche Wasser, Kanal, Erdgas, Elektro und Breitband leitet der Straßenbau die Endphase des Tiefbaues ein. Michael Wagner spricht von fünf unterschiedlich langen Wohnstraßen mit einer Gesamtlänge von zirka 600 Metern und von 150 Meter Fußwegen.

Wie Bürgermeister Peter Lehr bei der Bürgerversammlung am 12. Februar angekündigt hat, wird nach Abschluss der Erschließung dieses ersten Bauabschnitts Esperngasse Ost die Vermessung der Bauplätze erfolgen. Da die Tiefbauplanung für den zweiten Bauabschnitt bereits abgeschlossen ist, können bis Ende 2021 dort weitere zehn Bauplätze zur Verfügung stehen. Eine zusätzliche Parzelle wurde bereits bebaut.

An der Stelle des Baggers verlief bis zum Beginn der Bauarbeiten für die B 470 Anfang der 1960er Jahre noch der Mühlbach für die Eschenbacher Mühle.
Wegen Kanalbauarbeiten auf Höhe des Steinmetzbetriebs Dilling bleibt der östliche Teil des Friedhofswegs für den Durchgangsverkehr gesperrt.
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