26.06.2018 - 16:39 Uhr
EschenbachOberpfalz

Erste Pläne für Lippert-Mammutprojekt

Der Wechsel des Firmensitzes von Pressath nach Eschenbach ist für den Maschinenbauer Lippert beschlossene Sache. Deshalb drückt der neue Firmenchef Hubert Schug aufs Tempo. Die Planungen sind schon weit fortgeschritten.

Die Firma Lippert ist vorne dabei. Das wird so bleiben, versichern Firmenchef Hubert Schug und technischer Geschäftsführer Winfried Hein. Erst recht, wenn Lippert seinen Firmensitz Schritt für Schritt nach Eschenbach verlegt. Unser Bild zeigt die „Macher“ Hubert Schug und Winfried Hein bei der Vorstellung des Planungskonzeptes vor der Ansicht des 1. Bauabschnittes.
von Robert DotzauerProfil

(do) Im erweiterten Industriegebiet „Am Stadtwald“ türmt sich der Mineralbeton. Ein Lastzug nach dem anderen schafft Auffüllmaterial herbei, das den sandigen Boden des künftigen Lippert-Areals verdichten soll, um den Unterbau für eine große Zukunft von Lippert in Eschenbach zu schaffen. „Und die soll bald beginnen“, versichert Hubert Schug. Ansteckend ist der Spirit, den der Unternehmer verbreitet. Schug gibt sich optimistisch und selbstbewusst. Kein Wunder: Der Visionär hat Erfolg. Die „Schug-Gruppe“ brummt. Der Bereich Gesundheit und Medizintechnik schreibt satte Umsätze und Gewinne. Nun sucht der „Mann mit der Zigarre“ nach neuen Herausforderungen. Und wie!

Auf einer ersten Bautafel, aufgestellt vor dem künftigen Firmengelände, können die Passanten die Ansicht einer imposanten, teilweise zweistöckigen Montagehalle bestaunen. Ein hochmodernes Bauwerk aus Stahl und Glas. Vor der Bautafel erklärten der Firmenchef und Winfried Hein, technischer Geschäftsführer des Maschinenbauers, die ersten Pläne. So beträgt die Nutzfläche der 108 mal 96 Meter großen Montagehalle 11.000 Quadratmeter. Darin soll der Start in Eschenbach im Frühjahr nächsten Jahres mit zirka 80 Mitarbeitern beginnen. Gleich daneben entstehen zwischen der Einfahrt zum erweiterten Industriegebiet und der Firma Novem Stellflächen für 250 Pkw.

Schritt für Schritt werden weitere Bauabschnitte folgen. Insgesamt entstehen auf rund 10 Hektar Gewerbefläche rund 36.000 Quadratmeter Geschoßflächen. Ein Mammutprojekt, das intensiver logistischer Vorbereitung bedarf, wie Schug erläuterte. Zur inneren Erschließung des Firmengeländes wird es auch ein vorbildliches Grünordnungskonzept geben, versicherte der Unternehmer. Ökonomisches und ökologisches Denken werden sich auf dem Areal gut ergänzen, betonte Schug.

Überlegungen bestehen auch schon für die weiteren Planungen. Dem 1. Bauabschnitt folgen ein Hallenkomplex für die Grundfertigung der Lippert-Produkte, ein Bürotrakt und eine Kantine. Denkbar sei eine Kantinennutzung auch für die Beschäftigten des gesamten Industriegebietes, erklärte Schug. Das gesamte Investitionsvolumen schätzt der Bauherr auf zirka 25 Millionen Euro. Für den technischen Firmenleiter Winfried Hein ist besonders die künftige Produktausrichtung des Unternehmens von großer Bedeutung. Am Puls der Zeit zu bleiben, heiße für Lippert, nach neuen zukunftsweisenden Produkten zu forschen. „Die Bedürfnisse des Marktes ändern sich rasend schnell.“ Diese Veränderungen zu erkennen und darauf zu reagieren, gehöre zur Innovationsoffensive von Lippert.

Winfried Hein sieht vor allem neben den Neuentwicklungen im Bereich hochwertiger Förder- und Sortiersysteme besonders auf dem Gebiet der technischen Keramik eine revolutionäre Zukunft. Es gelte, das bereits vorhandene innerbetriebliche Know-how für Zukunftstechnologien zu nutzen ohne den gemeinschaftlichen Ansatz des Unternehmens mit seiner breiten Produktpalette in Frage zu stellen, erläuterte Hein seine Zukunftspläne. Erfreut zeigte sich der Technik-Chef von der Auftragslage. Erst jüngst habe Lippert wieder einen Großauftrag erhalten. Hein zeigte sich optimistisch, die 300 Arbeitsplätze bei Lippert langfristig zu sichern und für Spezialaufgaben neue Arbeitsplätze zu schaffen. Händeringend sucht Lippert nach Monteuren, Roboter-Programmierern, Logistikern und Maschinenbauern.

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