14.06.2018 - 14:54 Uhr
EschenbachOberpfalz

Erster Schritt zur Modernisierung

Mit Blick auf die künftige Nutzung des ehemaligen Eschenbacher Vermessungsamts ist ein zweiter Rettungsweg erforderlich. Der Stadtrat wählt dafür aus vier Varianten eine aus.

Das ehemalige Vermessungsamt wird sich verändern – innerlich wie äußerlich. Wo sich die beiden unterhalb des Giebels liegenden Fenster befinden, wird ein Anbau für die zweite Fluchttreppe entstehen.
von Walther HermannProfil

(rn) In einer Sondersitzung befasste sich das Kommunalparlament erstmals mit den Plänen zur Modernisierung des Vermessungsamts. Vorausgegangen waren Grundsatzbeschlüsse über die Nutzung von Räumen durch Vereine und Organisationen, Gespräche mit dem Denkmalschutz und Vorgespräche über Fördermöglichkeiten bei der Regierung der Oberpfalz. Bürgermeister Peter Lehr kündigte den Beginn der Baumaßnahme noch für dieses Jahr an.

Zentrales Thema bei der Vorstellung der Planungsvarianten durch Georg Zunner (Amberg) war der vorgeschriebene zweite Fluchtweg. Der Architekt stellte dazu vier Varianten vor. Da ihm jedoch daran gelegen war, den schmucken Saal im Dachgeschoss durch die Einbauarbeiten nicht in Mitleidenschaft zu ziehen, und auch daran, an der Bausubstanz des im Jahr 1900 für das Königlich-Bayerische Rentamt (Finanzamt) errichteten stadtbildprägenden Gebäudes nur "geringstmögliche Veränderungen" vorzunehmen, favorisierte er die Variante 4. Für den zusätzlichen Fluchtweg sieht diese einen Anbau im westlichen Teil der dem Hof zugewandten Außenfront vor. Der Stadtrat teilte die Beurteilung des Architekten.

Der Zugang zum bisherigen Amtsgebäude erfolgte vom Karlsplatz her über eine breite Steintreppe, die zu den Amtsstuben im Erdgeschoss führt. Um den Zugang künftig behindertengerecht zu gestalten, sieht der Plan Zunners einen Eingang von der Hofseite her vor. Im Erdgeschoss wird die Stadtbibliothek Einzug halten. Räume im ersten Stock sind Archiv und Registratur vorbehalten.

Ein Aufzug wird auch Behinderten den Weg in die oberen Etagen ermöglichen. "Dieser sollte jedoch eine rollstuhlgerechte Größe haben", lautete die Forderung des Stadtrats. Toiletten sind für jede Etage vorgesehen. "Die künftigen Nutzer Bibliothek, Archiv, BRK, Liedertafel, Mutter-Kind-Gruppe, Musikschule und Seniorengemeinschaft GeHiH" wünschen dies, erklärte Bürgermeister Peter Lehr.

Zu den vom Architekten genannten Investitionskosten von 2,458 Millionen Euro versicherte er: "Die Chancen für eine gute Förderung stehen gut." Auf Nachfrage von Marcus Gradl sicherte Georg Zunner zu, für eventuell später erforderliche technische Anschlüsse ein Leerrohr zum südlichen Nebenbau hin einlegen zu lassen.

Der Plan von Architekt Georg Zunner zeigt den Anbau für die zweite Fluchttreppe.

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