Eschenbach
27.02.2019 - 15:29 Uhr

Erstes Eschenbacher Whisky-Tasting

Whisky-Sommeliers gaben ihren Einstand beim ersten Eschenbacher Whisky-Tasting. Verbunden damit war eine Reise durch die schottischen Whiskyregionen.

Die "Whiskyfreunde Eschenbach" erhielten begeisternde Neumitglieder Bild: rn
Die "Whiskyfreunde Eschenbach" erhielten begeisternde Neumitglieder

Ein großer Wurf gelang der kleinen Eschenbacher Whisky-Gemeinde, die sich seit Jahren hin und wieder trifft. Sie hatten zu einer "Schottland-Reise" geladen und freute sich im örtlichen Altstadtmilieu über die zahlreichen Gäste.

Hans Rupprecht war es vorbehalten die erwartungsfrohe Runde willkommen zu heißen. Er versprach einen gemütlichen Abend mit dem Vorstellen einiger „Basics“ und schuf Vorfreude mit der Ankündigung weiterer Veranstaltungen. In einer ersten Vorstellungszeremonie präsentierte er Trinkgläser in unterschiedlichen Formen.

Er verband seine Einleitung zur Verkostung mit Hinweisen zum typischen Trinkzeremoniell, wie Betrachten der Farbe, Verinnerlichen des Aromas durch Riechproben bis hin zum ersten Geschmackstest und zum Beigeben von Wasser. Für Überraschung sorgte seine Ansage: „Je mehr Wasser, desto mehr Aromen; aber Vorsicht, dass man nicht verdünnt.“

Mit einer Präsentation stellte Erwin Traßl die sechs Regionen der schottischen Whisky-Produktion vor, die offiziell bis ins Jahr 1862 zurückreicht, aber auch aus früheren Zeiten bekannt ist. Deren hohen wirtschaftlichen Wert belegte er mit den Zahl von 128 Brennereien und den rund 10 000 Beschäftigten.

Den dritten Teil des Seminars gestalte Markus Porsch, der Gerste als das einzige Getreide vorstellte, das für schottischen Whisky verwendet werden darf. Er beschrieb die arbeitsintensive Herstellung von Malz als ersten Schritt der Produktion, durch die der spätere Whisky einen wichtigen Teil seines Charakters erhält. Als erstaunlich wertete er die Tatsache, dass etwa zwei Drittel der Herstellungskosten von Whisky auf das Malz entfallen.

Dem folgenden Schrotvorgang ordnete Porsch Mahlstufen wie "Malt", "Grist", "Husk", "Grit" und "Flour" zu. Mit Bildmaterial beschrieb er als weiteren Arbeitsschritt das Vermischen des Malzes mit Wasser, die Weiterleitung in die "Mash Tun", drei Auswaschvorgänge und das Auffangen in den Gärbottichen, die meist aus Oregon Pinie oder Zypresse gefertigt sind. Schnell erzählt waren die weiteren Stationen bis zum Endprodukt Whisky und unter anderem auch Starkbier mit etwa acht bis neun Prozent Alkohol.

Auf der Getränkekarte des Abends standen Whiskys wie „Old Pulteney“, „Auchentoshan Three Wood“, „GlenAllachie“, „Arran Amarone Cask Finish“, „Bunnajhabhain“, „Bruichladdich PC 10“ und „Special Dram“. Vor dem jeweiligen Genuss erfuhren die neuen Whisky-Freunde viel zu deren jeweiligen Feinheiten. Der zwölfjährige Bunnahabhain überzeugte etwa durch frisches Aroma mit Nüssen, Karamell und einem Hauch von Rauch.

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