Die Stadt Eschenbach warnt ihre Bürger in einem Instagram-Post vor möglichen falschen Telekom-Mitarbeitern. Auslöser für die Warnung war der Hinweis einer besorgten Bürgerin. Bürgermeister Marcus Gradl erklärte gegenüber Oberpfalz-Medien, ein Mann habe sich bei der Frau an der Haustür als Telekom-Mitarbeiter vorgestellt. „Er hat bei ihr geklingelt und wollte einen Glasfaseranschluss besprechen. Dafür wollte er auch ins Haus kommen“, so Gradl.
Haustürgeschäft auch ohne Beauftragung
Die Stadt habe einen solchen Einsatz nicht veranlasst. „Wir haben keine Mitarbeitenden der Telekom oder anderer Firmen beauftragt“, stellt der Bürgermeister klar. Nach Informationen der Deutschen Telekom müsse eine Stadt eine Direktvermarktung auch nicht ausdrücklich beauftragen – Haustürangebote seien grundsätzlich zulässig. Dass es sich in diesem Fall tatsächlich um einen versuchten Betrug an der Haustür handelt, sei damit nicht bewiesen.
Trotzdem hält Gradl die öffentliche Warnung für notwendig. „Man kann es nicht oft genug sagen: Agieren Sie kritisch“, betont der Bürgermeister. Wichtig sei, die Bevölkerung zu sensibilisieren und „nicht zu gutgläubig zu sein.“ Im Zweifel gelte: „Auch die Polizei anrufen.“
Erkennungsmerkmale prüfen
Die Deutsche Telekom gibt Hinweise, wie man echte Mitarbeitende erkennen kann. „Unser Personal trägt immer einen Ausweis auf Sichthöhe mit Foto, Gültigkeitsdauer und QR-Code“, steht auf der Homepage des Unternehmens. Diesen könne man mit dem Smartphone überprüfen. Außerdem erkenne man autorisierte Mitarbeitende an ihrer Dienstkleidung mit dem Schriftzug „im Auftrag der Telekom“ sowie an einem Original-Autorisierungsschreiben. Die Telekom arbeite ausschließlich mit autorisierten Vertriebspartnern wie der Ranger Marketing und Vertriebs GmbH zusammen. Menschen über 85 Jahre würden grundsätzlich nicht zu Hause beraten.
Die Polizei rät bei unangekündigten Besuchen zu besonderer Vorsicht. Unbekannte sollten nur bei eindeutigem Nachweis eingelassen werden. „Im Zweifel bestellen Sie die Person zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist“, heißt es. Generell gelte: Keine Unterschriften leisten, keine Fremden hereinlassen und Telefonnummern für Rückfragen immer selbst heraussuchen.













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