05.04.2020 - 12:37 Uhr
EschenbachOberpfalz

Eschenbacher Bierweg

Das Ziel ist, in Eschenbach einen Weg zu Kultur und Tradition zu schaffen. Mit dem „Eschenbacher Bierweg“ steht für die Initiative des Heimatvereins, die vor bald zehn Jahren angestoßen wurde, der zweite Schritt an.

Stationen am „Eschenbacher Bierweg“.
von hevProfil

2011 trug der Vorstand des Vereins das Konzept eines Rundweges dem Stadtrat vor, der die Stadtgeschichte und die örtliche Braukultur als Schwerpunkt für Besucher und Einheimische erlebbar machen und die Attraktivität der Stadt weiter steigern soll. Zur Vertiefung dieser Thematik wurde vorgeschlagen, beim Taubnschuster ein Museum zur Kulturgeschichte der Ackerbürger und Kommunbrauer einzurichten und das Haus mit Zoiglstuben, Veranstaltungsräumen und für die Aufbewahrung der heimatkundlichen Sammlungen herzurichten.

Bürgermeister und Stadtrat unterstützten das Vorhaben in den Folgejahren und schufen bis 2017 gemeinsam mit dem Heimatverein das Kulturzentrum „Beim Taubnschuster – Museum, Kulturhof, Zoigl“, das spätestens seit der Verleihung des Kulturpreises der Oberpfalz 2019 als Vorzeigeobjekt gilt. Die Umsetzung des zweiten Vorhabens, die Schaffung eines „Eschenbacher Bierweges“ mit einer Besucherführung durch die Altstadt, wartet noch auf die Verwirklichung.

Eschenbach ist von alters her eine Ackerbürgerstadt, das heißt, die Bürger betrieben zu ihrem Lebensunterhalt neben einem Handwerk oder Gewerbe in der Regel eine Landwirtschaft als Bauern in der Stadt. Sehr viele Familien besaßen im Rahmen ihrer angestammten Bürgerrechte neben Holz- und Torfrecht, auch das Brau- und Schankrecht, das bis in die 60er Jahre ausgeübt wurde.

Ein Schwerpunkt der kulturgeschichtlichen Angebote auf diesem Themenweg soll deshalb die Eschenbacher Brautradition sein, auf die beispielsweise bei den Felsenkellern, dem Malzhaus, beim Standort des ehemaligen Brauhauses und im Taubnschusterhaus, aber auch bei Traditionswirtshäusern und bei Anwesen, die einst das kommunale Braurecht besaßen, hingewiesen werden.

Natürlich werden auch alle anderen Gebäude und Denkmäler, die eine wichtige Rolle in der Stadtgeschichte gespielt haben, berührt und vorgestellt. Weitere Schwerpunkte sind der Bereich Pfarrkirche, Rathaus, Pflegschloss, Bergkirche, Backofen und Bahnhof.

Der Weg führt durch die dicht bebaute Altstadt. Er hat aber auch Abschnitte, die durch Grünland, vorbei an Gärten, Anpflanzungen und alten Bäumen dem Naturinteressierten wichtige Hinweise geben. Hier ergeben sich Anschlussmöglichkeiten zu Spaziergängen Richtung Eschenbach-Aue zum Rußweihergebiet oder Richtung Galgenhöhe und Breitenlohe/Hotzaberg.

Am Weg sind ausführliche Erklärungstafeln mit Schrift und historischen Bildern wie bei den Felsenkellern, am Malzhaus und an der Stelle des früheren Brauhauses, die Auskünfte über Funktion und Geschichte des jeweiligen Objektes geben. An einzelnen Bürgerhäusern, Gasthöfen und öffentlichen Bauten können in Absprache mit den Besitzern, Hausnamen und Hausgeschichtsdaten angebracht werden.

Erste finanzielle Mittel für die Vorbereitung der interessanten und weitläufigen Felsenkeller hat der Stadtrat bereits eingeplant. Historische Bilder, Pläne und Texte zur Stadt- und Braugeschichte hat der Heimatverein in den letzten Jahren für Ausstellungen und die Herausgabe von heimatkundlicher Literatur in großem Umfang gesammelt und erarbeitet. Sie stehen für die detaillierte Ausformulierung aller Hinweise am „Eschenbacher Bierweg“ zur Verfügung.

Stationen am „Eschenbacher Bierweg“.
Stationen am „Eschenbacher Bierweg“.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.