Primans Wiege stand in einem Dorf nahe der Kreisstadt Birnbaum im Warthegau im ehemaligen Westpreußen, das nach dem Ersten Weltkrieg Polen zugeschlagen wurde. Sein Großvater war Fährmann und Fischer an der Warthe, wo Primann mit drei Geschwistern bei seinen Eltern Max und Martha aufwuchs. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fand er mit Mutter und Geschwistern in Marl eine neue Bleibe. Dort traf die Familie auch mit dem aus der Kriegsgefangenschaft entlassenen Vater wieder zusammen.
Nach Ende der Schulzeit arbeitete Bruno Priman 15 Jahre lang im Bergbau. 1955 heiratete er die aus Schlesien vertriebene Gerda Gläser. Wohnungsprobleme – zur Familie gehörten inzwischen vier Kinder - waren 1964 der Grund für den Umzug in die Oberpfalz. Bei einem Besuch bei Schwägerin Apollonia Schüller hatte Priman vom Bau der “Bauernsiedlung“ in Apfelbach erfahren und sich spontan den Siedlern angeschlossen. In Eschenbach arbeitete er für kurze Zeit bei der Firma Koppe und wechselte dann für sechs Jahre zur Firma Nikolaus Meier. Von 1971 bis zum Eintritt in den Ruhestand gehörte er zur Stammbelegschaft des Bauunternehmens Held und Franke.
Seine Liebe zum Fotografieren und Filmen verstärkte sich mit dem Bau der Kapelle in Apfelbach. Bei Veranstaltungen von Vereinen und bei Familienfeiern, für Werbesendungen und bei sonstigen örtlichen Anlässen war der Jubilar bis zum vergangenen Jahr, als er die Kamera zur Seite legte, stets präsent. Sein Archiv umfasst weit mehr als 300 Filme. Als Mitglied des Sportanglervereins dokumentierte er unter anderem den Verlauf der Creußen von der Quelle bis zur Einmündung in die Haidenaab.
Zu den Gratulanten zählten neben der Familie mit vier Enkeln, zehn Urenkeln und einem Ururenkel auch Landrat Simon Wittmann, Bürgermeister Peter Lehr sowie die Vorsitzenden von Kapellenbauverein, Sportanglerverein und Seniorenclub. Neben dem Verlust der Heimat hatte Priman zwei weitere Schicksalsschläge zu bewältigen: Ehefrau Gerda verstarb vor 2, Sohn Siegfried bereits vor 15 Jahren.



















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