10.05.2020 - 11:44 Uhr
EschenbachOberpfalz

Eschenbacher Leichtathleten wünschen sich: Sportanlagen wieder öffnen

Mit den Lockerungen hoffen die Eschenbacher Leichtathleten auf eine baldige Öffnung der Sportanlagen. Ansonsten befürchtet Abteilungsleiterin Hannelore Ott ein "verlorenenes Jahr".

Ronja Melzner hält sich im eigens aufgestellten Parcours fit, solange die Leichtathletikanlage geschlossen ist.
von Stefan NeidlProfil

Erste Hoffnung auf Besserung für die Leichtathleten: Ministerpräsident Markus Söder verspricht Lockerungen für den Einzelsport ab dem 11. Mai. Hannelore Ott ist Abteilungsleiterin des SC Eschenbach und freut sich schon auf die Wiederaufnahme.

Ab dem 11. Mai liege es am Landratsamt, die Bahnen und Anlagen wieder zu öffnen, meint Hannelore Ott. Ihre Sportler seien bereit. In normalen Zeiten trainieren in drei Gruppen 76 Athleten im Alter von 8 bis 21 Jahren fast jeden Tag. Die verschiedenen Laufdistanzen, Wurfdisziplinen, Sprünge – die Abteilung deckt alle Wettbewerbe ab.

Eine geplante große Veranstaltung, die Bahneröffnung am 1. Mai mit 320 Teilnehmern, sei dem Corona-Virus schon zum Opfer gefallen. Im Juni steht die Oberpfalzmeisterschaft für Schüler an, im Oktober das landesoffene Werfer-Meeting. Außerdem will die Sparte zu 12 Sportfesten im Bundesland reisen. Sobald es wieder erlaubt ist, will Ott die Veranstaltungen neu terminieren, aber die Termine im Kalender sind heiß begehrt.

Seit dem 13. März stehe nun schon der Trainingsbetrieb auf den Anlagen still. Ebenso habe der Bayerische Leichtathletikverband alle Wettbewerbe auf Bezirks- und Kreisebene abgesagt. „Kein Weitsprung, keine Läufe, kein Speer- oder Diskuswerfen. Alle hoffen aber, dass es irgendwann weitergeht“, sagt Ott. Solange halten sich ihre Sportler zu Hause fit. Trainingspläne werden über WhatsApp und Telefon kommuniziert.

Ein Beispiel dafür ist Ronja Melzner: Sie ist 13 Jahre alt und mehrfache Oberpfalz-Meisterin im Mehrkampf. Mit Hürdenlauf und eigens angelegtem Parcours hält sie sich fit.

Seit den Ankündigungen der Lockerungen ist Ott etwas zuversichtlicher. „Bisher war es ein fast verlorenes Wettkampfjahr. Ohne gezieltes Technik-Training sind bei Bayerischen und Deutschen Meisterschaften keine Leistungen zu erbringen.“ Sie versucht dennoch ihre Gruppe bei Laune zu halten: „Zum Gesundbleiben und um die Gruppe zu beschäftigen, dass sie uns nicht verloren geht, ist unser aller Wunsch: Sportanlagen wieder öffnen!“

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.