Singend und betend trafen gegen 17.30 Uhr Eschenbacher Wallfahrer am Marterl neben der TÜV-Station in der Kirchenthumbacher Straße ein. Sie hatten seit 6 Uhr, beginnend vom Wallfahrtsort Gößweinstein, 45 Kilometer Fußweg zurückgelegt.
Die Tradition der Eschenbacher Wallfahrt am Dreifaltigkeitswochenende nach Gößweinstein lässt sich bis ins Jahr 1851 zurückverfolgen. Die Gläubigen folgen dabei stets dem Bild, das während des Jahres in der Maria-Hilf-Bergkirche seinen Platz hat. Die Wallfahrt hatte am Samstag um 6 Uhr mit dem Pilgersegen in der Bergkirche begonnen. Der Anfahrtshilfe mit Omnibus folgte ab Pegnitz der Fußweg zum Wallfahrtsort.
Für Teilnehmer, die während der Nacht nicht in Gößweinstein verblieben, stand nach Andacht und Kreuzweg ein Bus für die Rückkehr bereit, der Jung und Alt am Dreifaltigkeitssonntag bereits um 3.30 Uhr wieder zum gemeinsamen Wallfahrtsamt mit den Wallfahrern aus Kirchenthumbach brachte.
Überwiegend auf Feld- und Waldwegen und auf Nebenstraßen trat die Gemeinschaft den Rückweg in die Rußweiherstadt an. Technik unterstützte das gemeinsame Singen und Beten. Unterbrochen wurde der Weg nur durch eine Mittagsrast in Pegnitz, an der Erfrischungsstation der Eschenbacher Jungen Union an der Kirche Weißenbrunn und im Pfarrheim Kirchenthumbach. Mit dabei waren drei Angehörige der Feuerwehr, die mit einem Fahrzeug die Wallfahrergruppe absicherten. Zu deren gefahrloser Querung der B 470 stoppte die Polizei an der Rußweiherkreuzung kurzzeitig den Verkehr.
Beim Gößweinstein-Marterl neben dem TÜV erwartete Pfarrvikar Gerald mit Ministranten die Wallfahrer. Die eingeschworene Gemeinschaft, die stets die besondere Atmosphäre der Wallfahrt fasziniert, stimmte, unterstützt durch ihre begleitenden Instrumentalisten, "Näher mein Gott zu dir" an.
Wallfahrtsführer Herbert Körper dankte "Albert und Erika für die stete Pflege dieses Marterls". Mit "Sei gelobt und hochgepriesen" legten 40 Wallfahrer die letzten Meter zur Bergkirche zurück. Körper sprach das Abschiedsgebet zur Heiligen Dreifaltigkeit, verbunden mit vielen Bitten. Mit dem "Tantum ergo sacramentum" spendete Gerald den eucharistischen Schlusssegen.
Angefangen vom langjährigen Bildträger Wolfgang Deubzer dankte Körper allen, die für Gestaltung und Organisation der Wallfahrt eine Aufgabe übernommen hatten und erinnerte: "Wir haben die Wallfahrt am Samstagmorgen mit 61 Teilnehmern begonnen und seither viel gebetet und gesungen." Anerkennende Worte galten der jüngsten Teilnehmerin Feona Seemann (11 Jahre) und dem ältesten Teilnehmer Sepp Roth (82 Jahre).














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