Georg Zunner hatte dem Gremium bereits in dessen Juni-Sitzung Planungsvarianten für das mit knapp 2,5 Millionen Euro veranschlagte Vorhaben konzeptionell vorgestellt. Unter Berücksichtigung und Einarbeitung kleinerer Wünsche der Räte trug der Architekt nun die endgültigen Entwürfe für die einzelnen Etagen des gut 100 Jahre alten Gebäudes vor.
Er versicherte, dass die Gestaltung des Dachgeschosses mit großem Sozialraum, Treppe und Toilette mit dem Brandschutz abgestimmt sei. Im ersten Stock mit Toilette, Druck- und Kopierraum sowie Archivbereich mit Rollregistratur hielt er eine Holzverstärkung des Bodens für dringend erforderlich. Der Hauptzugang zum Erdgeschoss mit Bücherei und Teeküche wird vom Hofraum aus barrierefrei gestaltet.
Um die Bausubstanz des stadtbildprägenden Gebäudes so wenig wie möglich zu verändern, wird der vorgeschriebene zweite Fluchtweg an der dem Hof zugewandten Außenfront entstehen. Mit diesem Vorhaben, zu dem auch der Einbau eines Lifts gehört, hatte sich der Stadtrat bereits im Juni einverstanden erklärt.
Nur ein Teilbereich des Gebäudes ist unterkellert. Um die kleinen Schachtanlagen an den Außenseiten der Fenster künftig zu vermeiden, sieht der Plan Zunners vor, die Fenster höher zu legen. Das Nebengebäude wird eine Walmdach-Verlängerung erhalten. Den Grund dafür sieht der Architekt in der Länge der heute üblichen Autos. Er sprach auch den kleinen dachförmigen Überbau am derzeitigen Haupteingang an, unter dem nach Dokumenten des Heimatvereins in früheren Zeiten eine Uhr angebracht war. Aus gestalterischer Sicht hielt er eine Rückkehr zum alten Zustand für vertretbar.
Auf die Frage von Hans Bscherer nach einem Holzwurm-Befall berichtete Zunner von "bisher keinen Erkenntnissen". Bürgermeister Peter Lehr verwies ergänzend auf ein baubiologisches Gutachten vor dem Hauserwerb durch die Stadt. Nach baurechtlichen Erläuterungen durch Geschäftsleiterin Heike Biersack informierte Lehr noch über den Fördersatz von 80 Prozent und resümierte: "Die verbleibenden Ausgaben sind für die Kommune überschaubar." Die Sitzung hatte mit einer Gedenkminute für den verstorbenen Ehrenbürger Vinzenz Dachauer begonnen.













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