Zum 1. Eschenbacher Faschingsdorf hatte der Kulturausschuss der Stadt in einen besonderen Winkel der Altstadt geladen. Der Schein von Laternen und bunten Lichterketten trug dazu bei, dass verschiedentlich die Äußerung fiel: "Hier ist's doch idyllisch."
Verkaufsstände, Pavillons, Feuerkörbe, Heizpilze und anregende Aromen verlockten zum Verweilen und zum Genießen. Viele Besucher, große wie kleine, waren dem Aufruf der Veranstalter gefolgt und huldigten kostümiert oder maskiert dem Prinzen Karneval. Sogar ein sehr friedlicher Wolf hatte sich wieder in die Innenstadt "verirrt".
Zum offiziellen Beginn des Dorflebens zog die Faschingsgesellschaft, einer orientalischen Karawane gleich, in die Budenlandschaft ein. Die bunte Kleidung der Garden verlieh dem Treiben einen zusätzlichen Reiz. In den folgenden Stunden setzten die Eschenbacher Narren, locker verteilt in den beiden Gassen, belebende Farbtupfer. Bürgermeister Peter Lehr hieß Jung und Alt zu der etwas anderen Faschingsveranstaltung willkommen, dankte den Mitgestaltern für ihr vielseitiges Engagement und Initiator Matthias Haberberger für die erfolgreiche Vorarbeit.
Kulinarische Oasen
Nur sehr kurze Wege waren erforderlich, um zu den kulinarischen Oasen zu gelangen, aus denen den Besuchern froh gestimmte und kostümierte "Dörfler" entgegen lachten. Bratwürste, Chicken Nuggets, Hamburger, Kücheln, Pommes, Steaks und warmer Zwiebelkuchen waren Garanten für eine deftige Grundlage für weitere flüssige Genüsse wie "Hopfenblütentee", Glühwein, heißer Hugo, Punsch und Barspezialitäten.
Warteschlangen bildeten sich vor dem Backofen, den die Backofengemeinschaft bereits um 15 Uhr angeheizt hatte. Arbeitsintensiv war zudem das Vorbereiten von circa 60 Zwiebelkuchen gewesen. Große Lautsprecher ließen Partystimmung aufkommen. Heiter und froh gelaunte Grüppchen pflegten Konversation, insbesondere vor den "Tankstellen".
Lodernde Fächer
"Die Eltern feiern draußen, die Kinder drinnen." Dieser Aufruf des Teams der Stadtbibliothek zeigte Wirkung. Kleine "Maschkerer" drängten sich in den Räumen und ließen sich dort nicht nur mit bunten Tattoos verzieren. An Tischen versammelten sie sich zum Basteln und zum Malen.
Heiß wurde es gegen 20 Uhr, als "Feuervogel Anki" aus Hohenberg an der Eger auftrat und ihre Feuerkünste zeigte. Zu Musikbegleitung wirbelte sie mit Fackeln, Feuerstäben, -kugeln und -fächern und ließ Feuerbälle über die Arme rollen. Das begeisterte Publikum geizte nicht mit Beifall. Spontan winkte "Anki" dann Matthias Haberberger zu sich und umgarnte ihn, sehr zur Freude der Zuschauer, mit lodernden Fächern. Den Zuschauern gefiel's: Laute Zugaberufe folgten. Als Assistent von "Anki" fungierte Thomas Schwabbauer, den sie auf einem Mittelaltermarkt kennengelernt hatte.





















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