22.07.2019 - 10:19 Uhr
EschenbachOberpfalz

Fit für alle "Gewässer des Lebens"

Ausgestattet mit Kapitänsmützen brechen die Absolventen der Markus-Gottwalt-Schule zu neuen Ufern auf. Die Abschlusszeugnisse ermöglichen ihnen eine Fahrt zu den vielen „Liegeplätzen“ des Lebens.

Rektor Wolfgang Bodensteiner (hinten, links) und die Klassenleiterinnen Anja Bräu (links) sowie Magdalena Kita (rechts) entlassen ihre Schüler ins Berufsleben und zu weiterführenden Bildungseinrichtungen.
von Walther HermannProfil
Die Schülersprecher Kevin Forster (links) und Jana Kraus (rechts) verabschieden sich mit Präsenten von ihrer Führungscrew (von links) Anja Bräu, Hubert Wolf, Magdalene Kita, Angelika Haberberger und Hermine Reindl.

Mit zahlreichen Vorschusslorbeeren entließ die Markus-Gottwalt-Schule bei einem Zeremoniell die zwei Abschlussjahrgänge. Schulleitung und Ehrengäste verstanden sich als Laudatoren, die Absolventen blickten mit etwas Wehmut auf gemeinsame Jahre zurück und zeigten sich dankbar für Wissensvermittlung und Unterstützung.

„Sie haben allen Grund auf Ihre Tochter oder Ihren Sohn stolz zu ein“, bescheinigte Rektor Wolfgang Bodensteiner den Eltern und zählte auch die Absolventen zu den Ehrengästen des Abends, denen nun die berufliche Ausbildung beziehungsweise die schulische Weiterbildung bevorsteht. Passend zum Motto der Absolventen „Auf zu neuen Ufern“ erinnerte der Rektor an das viele Jahre zurückliegende Verlassen des sicheren Ufers Kindergarten in Richtung Teich "Grundschule", dem ein lauwarmer See "Mittelschule" folgte, in dem man nicht überall stehen konnte. Den letzten „Trainerinnen“ Anja Bräu und Magdalena Kita bescheinigte er aber, die Schüler fit gemacht zu haben „für alle Gewässer des Lebens“. Er selbst wünschte ihnen, „dass Ihr immer das Ufer erreicht im Leben, das euch glücklich und zufrieden macht“.

Als Reiseberater wandte sich Peter Lehr an die Absolventen. „Bildung ist der beste Reiseproviant für den Weg in und durch das Berufslebens“, versicherte der Bürgermeister und räumte auch im Namen seiner Amtskollegen Wolfgang Haberberger und Gerhard Löckler ein: „Sie allein werden den Weg Ihres Lebens und damit Ihres Berufslebens bestimmen.“ Auch Elternbeiratsvorsitzende Maria Kraus gab den Jugendlichen Ratschläge mit auf den Weg. Mit einer zum Teil launigen Ansprache von der „Schiffsbrücke“ aus wandte sich dann Anja Bräu mit Kapitänsmütze an die Mannschaft des „MS Bräu“. Sie ließ auf große Herausforderungen mit vielen Stürmen während der M9-Reise schließen, während der es bei dem einen oder anderen auch eine Flaute gab. Einfließen ließ sie in ihren Lagebericht: „Meine Crew maulte auch manchmal kräftig, und ich hatte oft Mühe euch wieder auf Kurs zu bringen. Und ich hatte gehofft, dass unser Schiff nicht sinkt. Doch meine ganze Mannschaft hatte das Land, das Ziel, schon vor Augen, und jeder hat mit angepackt, damit das Schiff in den sicheren Hafen gelangt.“

Den Eltern dankte Bräu für die stete Unterstützung, die sie ihren Kindern und auch ihr als Klassenleiterin gewährt haben, und rief sie dazu auf: „Seien Sie nicht zu streng mit ihnen und bedenken Sie, dass unter ihren Kindern ein Künstler sitzt, der in der Zukunft kein Mathe braucht, oder ein Unternehmer, dem Geschichte völlig egal ist, oder vielleicht sitzt hier ein zukünftiger Superhandwerker, der auch ohne Englisch gute Arbeit macht.“ Dann leitete Bräu über zur Zeugnisvergabe, die mit der Verleihung von Kapitänsmützen verbunden war. Über Buchpreise freuten sich Alina Simon (1,67), Denis Pöllath (1,78) und Susanne Wamsat (1,89).

Einblicke in das Schülerleben gewährten zum Schluss noch Jana Kraus und Kevin Forster. „Für viele von uns ist die Schule ein Ort, an dem man Freunde getroffen, gequatscht, gelästert, sich gelangweilt und Spaß gehabt hat“, versicherten die Schülersprecher und nannten in wechselnden Sprecherrollen Beispiele wie: „Wandertag – Spielplätze sind nicht nur was für Kinder; Tanzkurs und Abschlussball – es gab viele blaue Zehen und interessante Bewegungsabläufe; Abschlussfahrt nach Italien – dazu kein Kommentar“ Es folgten persönliche Dankesworte und die Übergabe von Präsenten an die Fachlehrerinnen Angelika Haberberger und Hermine Reindl sowie an die Lehrkräfte Magdalena Kita, Hubert Wolf und Anja Bräu.

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