03.08.2020 - 12:18 Uhr
EschenbachOberpfalz

Floßfahrten, Schwertkämpfe und Hochseil-Abenteuer

Eine erlebnisorientierte Ferienwoche genießen Woche 60 Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren in und um Eschenbach. Garanten dafür sind zehn Betreuer von "Learning Campus" (LC), einem freien Träger der Jugendhilfe.

Die Feenflügel sind bereits fertig, die Feenröcke noch in Fertigung: Unter Leitung von Sarah Gottsche lassen sich die Kleinen bei der Ferienwoche verzaubern und begeistern.
von Walther HermannProfil

Unter der Leitung von Sarah Gottsche bot "Learning Campus" Mädchen und Buben bei der ersten von drei Ferienwochen Erlebnispädagogik aus erster Hand. Wie LC-Geschäftsführer Stephan Müller den städtischen Jugendbeauftragten Andreas Hermann und Jürgen Schäffler gegenüber bereits mitgeteilt hatte, musste der Teilnehmerkreis, bedingt durch Corona, allerdings zahlenmäßig stark reduziert werden. Während in den zurückliegenden Jahren bis zu 160 Kinder pro Woche auf die örtlichen Anlagen strömten, schränkte Müller die Teilnehmerzahl 2020 auf 60 ein: Vier Gruppen zu jeweils zwölf Kindern bevölkerten das SCE-Gelände, eine gleich starke Gruppe den unteren Stadtwald.

Mit der Programm-Ausschreibung hatte Müller gewartet, bis Hygienevorgaben erlassen wurden. Zur Begründung, die Ferienwochen trotz Corona-Nachwirkungen zu veranstalten, betonte er: „Unsere Verwurzelung in der Oberpfalz ist super und verpflichtet uns geradezu, die Ferienfreizeit treuen Eltern und Kindern anzubieten.“

Die Gruppe „Girls Week“ (9 bis 15 Jahre) bewies dabei, dass auch Mädels das Zeug zum Bauen haben. Sie bohrten an den sprichwörtlichen dicken Brettern, trafen den Nagel auf den Kopf und errichteten ein Clubhaus. Nach dessen Dekoration führte ein Mix-Kurs zum „Zaubern“ aromatischer Fruchtgetränke. Zum weiteren abwechslungsreichen Programm gehörte das Entwerfen eigener Schmuckkollektionen und Floßfahren am Rußweiher. Die Möglichkeiten am nahe gelegenen Badesee seien eine nicht zu unterschätzende optimale, jahreszeitliche Ergänzung der LC-Programme, machte Sarah Gottsche deutlich.

Gleich in zwei Gruppen ließen sich Fünf- bis Neunjährige von Prinzessin Lillifee und "Erdbeerinchen Erdbeerfee" verzaubern und begeistern. Im Feenland gestalteten sie Feenflügel und -röcke mit viel Glitzer, bastelten Zauberstäbe und übten dazu Zaubersprüche und Feentänze. Mit Flößen schwebten sie über den Rußweiher und beim Bogenschießen zauberten sie Pfeile ins richtige Ziel. Alle Programme im Rußweiherbad begleitete ein Rettungsschwimmer.

Die vierte Gruppe auf dem SCE-Gelände folgte dem Ruf „Ab ins Mittelalter“. Gemeinsam entwarfen und gestalteten die Kinder Wappen, Helme, Speere und Schwerter und fühlten sich damit als ritterliche Abenteurer. Begleitet wurde das „Karton-Handwerk“ von Wappenkunde, dem Gestalten einer eigenen Fahne und einem Bogenschießturnier. Nach einem mehr zufälligen Gespräch mit einem Vertreter des Pappenwerks Schiettinger in Brand hatte das Unternehmen für das Angebot ausreichend „Baumaterial“ geliefert.

„Draußen zuhause“ fühlten sich 9- bis 15-jährige Abenteurer. Ihr abenteuerliches Ferienerlebnis begann im Hochseilgarten. Anfängliche Angstgefühle verschwanden schnell und verwandelten sich in gefeierte Mutproben. Im Bereich des Waldlehrpfades gewannen die Teilnehmer neue Erkenntnisse und Beobachtungen: Ein Orientierungslauf mit GPS, Karte und Kompass durch heimischen „Urwald“ hatte es durchaus in sich. Neuland war für die Mädchen und Buben auch der Bau eines Biwaks mit Material aus der Natur.

Die Verpflegung der munteren Gruppen haben erneut heimische Betriebe übernommen. Warmes Essen liefert die Firma Schinner aus Kemnath. Ergänzt wird es durch frisches Obst von Feinkost-Akdemir aus Pressath und durch Backwaren der Bäckerei Heindl aus Eschenbach. Die Ferienbetreuung von LC in Eschenbach ist auf drei Wochen ausgelegt.

Die Schwerter sind gezogen, der "Kampf" kann beginnen.
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