01.04.2019 - 11:26 Uhr
EschenbachOberpfalz

Für Beruf stark machen

Zwei Schulabschlüsse sind das Alleinstellungsmerkmal der Markus-Gottwalt-Schule: der qualifizierende Abschluss in der 9. und die Mittlere Reife in der 10. Klasse. Beim Tag der offenen Tür am 4. April stellt sich die Schule nun vor.

Anja Bräu und Wolfgang Bodensteiner laden zum Tag der offenen Tür mit vielen Informationen.
von Walther HermannProfil

Längst vorbei sind Zeiten, in denen die Hauptschule nur als klassische Volksschule angesehen wurde. Sie hat sich zur allgemeinbildenden Schule gemausert, deren Absolventen bei heimischen Firmen angesehen sind und umworben werden. Das Ziel der Markus-Gottwalt-Schule (MGS) im untersten Teil des Eschenbacher Bildungshügels ist es, die Schüler stark im Wissen, stark für den Beruf und stark als Person zu machen. Begünstigt durch verpflichtende Praktika liegt die Vermittlungsquote zu Handwerk und FOS bei 100 Prozent. Den Grund dafür sieht Anja Bräu in der breiten und nicht berufsspezialisierten Ausbildung. Denn alle Schüler lernen unabhängig vom angestrebten Abschluss die berufsorientierenden Fächer Technik, Wirtschaft und Soziales kennen und können so eine treffsichere Berufswahl vornehmen. „Ich habe so tolle Kinder in meiner 10. Klasse, die nicht vergleichbar sind mit Hauptschülern früherer Jahre“, versichert die Konrektorin.

Als eine besonders wichtige Vertrauensperson für Schüler sieht Wolfgang Bodensteiner die Klassenlehrkraft an, die als Vertrauensperson neben der Vermittlung von Fachwissen die Persönlichkeitsbildung und die individuelle Förderung in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt. „Die ortsnahe Beschulung, ein Vorteil unserer Schulart gegenüber den meisten anderen weiterführenden Schularten, bleibt weitgehend erhalten“, betont der Schulleiter und erklärt: „Unser Mittlere-Reife-Zug fährt weiter und ist keine Endstation.“ Dem Rektor ist es ein Anliegen, dass die Mittelschule ihre Lehr- und Lernmethoden sowie die Anforderungen auf die Interessen und das Leistungsvermögen ihrer Schüler abstimmt. Eine persönliche Förderung und Differenzierung sieht er im Unterricht an der Mittelschule fest verankert und versichert, dass die Schüler entsprechend ihrer Begabungen gefördert werden.

Zur Frage, was den Unterricht an der Mittelschule kennzeichnet, nimmt Bräu Stellung: „Unsere Lehrkräfte gehen im Unterricht konkret-anschaulich, lebensnah, beispielhaft und praxisbezogen vor.“ Wichtige Unterrichtsformen sind für sie entdeckendes Lernen, Lernen an außerschulischen Orten wie zum Beispiel in Betrieben, eigenständiges Arbeiten und Teamarbeit. Als Vorzeigebeispiel nennt sie eine Absolventin der M 10, die nach FOS, BOS und Studium nun als Lehrerin tätig ist. Sie ist überzeugt, dass sich die Schüler durch die Arbeit an Projekten mehr als reines Fachwissen aneignen, weil sie in Zusammenhängen lernen und sich neben fachlichem Wissen auch in hohem Maße planerische und soziale Fähigkeiten aneignen.

Bodensteiners vorrangiges Ziel ist es, die Mittelschule beim Tag der offenen Tür (ab 16 Uhr) mit Ausstellung ansässiger Firmen, Schulhausrallye, Unterrichtsbesuchen und Vorstellen der Arbeitsgemeinschaften Mountainbike, Klettern, Schülerzeitung, Streitschlichter und Tschechisch optimal darzustellen. Der Rektor ist sich einig mit dem ehemaligen Kultusminister Spaenle: „Keine andere Schule ermöglicht bereits während der Schulzeit so viele praktische Einblicke in die Arbeitswelt.“

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