19.06.2019 - 13:14 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Es geht nicht ohne Reservisten"

Das ist außergewöhnlich: 43 Jahre kümmerte sich Karl Völkl um die Finanzen der Reservistenkameradschaft Eschenbach. Doch nun ist Schluss: Völkl stellt sich nicht mehr als Kassier zur Wahl. Aber die Nachfolge ist gesichert.

Die neugewählten Funktionsträger der Reservistenkameradschaft: (von links) Johannes Brand, Johannes Schreglmann, Reinhold Graßler, Willy Dietrich, Christoph Zimmermann, Bernd Kroher und Richard Landgraf mit drittem Bürgermeister Klaus Lehl, Thomas Riedl, Manfred Zettl und Günther Bogner vom Kreisverband sowie Stadtverbandsvorsitzendem Dieter Kies.
von Walther HermannProfil

Kreisorganisationsleiter Günther Bogner wickelte zusammen mit den Kreisvorsitzenden Manfred Zettl und Thomas Riedl in der Jahreshauptversammlung der Reservistenkameradschaft die anstehenden Neuwahlen ab. Dabei bestätigten die Reservisten ihren Vorsitzenden Johannes Schreglmann für weitere vier Jahre im Amt.

Änderungen gab es im weiteren Vorstand. Für den verstorbenen Helmut Lenuweit wurde Richard Landgraf zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Nachfolge von Karl Völkl als Kassier trat Christoph Zimmermann an. Bestätigt wurde Johannes Brand als Schriftführer. Außerdem standen Revisoren und Kreisdelegierte zur Wahl an.

Vorsitzender Johannes Schreglmann blickte in der Jahreshauptversammlung auf ein abwechslungsreiches Vereinsjahr mit 43 Veranstaltungen zurück. Breiten Raum in seiner Rückschau nahmen die Monatsversammlungen ein. Zu den vielseitigen Themen zählten dabei die Geschehnisse am Ende des Ersten Weltkriegs, der Einmarsch der Sowjets vor 50 Jahren in die Tschechoslowakei, ein geschichtlicher Rückblick auf "18er Jahre" von 1618 bis 1918, die Geschichte der Batterie Noordwijk in Holland während des Zweiten Weltkriegs und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) oder auch der „Machtfaktor Persien“. Bundeswehrspezifisch waren der Jahresbericht des Wehrbeauftragten und die Einsätze 2019.

Wiederholt befasste sich der Vorsitzende mit dem VDK, für den die Reservistenkameradschfat 2658 Euro sammelte. Karl Völkl, Kurt Seidler und Walther Hermann wurden vom Volksbund für mindestens 30-jährige Sammeltätigkeit mit der Verdienstspange im Weißgold ausgezeichnet und die Kameradschaft beim Jahresempfang des Bezirks mit der Anerkennungsplakette in Silber geehrt.

Schreglmann erinnerte zudem an gesellige Kameradschaftsabende, eine Beförderungsfeier, die Teilnahme an der Kegelmeisterschaft mit ersten Plätzen in der Mannschafts- und der Einzelwertung sowie das aktive Mitwirken am öffentlichen Geschehen wie dem Bürgerfest und dem Volkstrauertag. Er erwähnte auch die Teilnahme an militärischen Veranstaltungen wie Schießen und Übungen. Reinhold Graßler ließ die Dolomitenerlebnisse 2018 Revue passieren.

Dritter Bürgermeister Klaus Lehl dankte in seinem Grußwort Karl Völkl für die Bereitschaft, mehr als vier Jahrzehnte eine wichtige Funktion zu bekleiden, und der Kameradschaft für die Beteiligung am öffentlichen Geschehen in der Kommune. In der ehrenamtlichen Funktion von Reservisten sah er im Zuge der Gesamtaufgaben der Bundeswehr einen Beitrag auch zur Sicherheit und dazu, soldatisches Gedankengut in die Stadt zu tragen. Mit dem Aufruf „Macht weiter so“ übergab er, ebenso wie nach ihm Dieter Kies, eine finanzielle Zuwendung.

Der Vorsitzende des Stadtverbands blickte auf die Gründung des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr im Jahr 1960 zurück und verwies auf die zugewiesenen Aktionsfelder wie sicherheitspolitische Arbeit, militärische Ausbildung, Unterstützungsleistung für die Bundeswehr und Öffentlichkeitsarbeit. Kies bescheinigte den Reservisten soldatische Tradition, Liebe zur Heimat und Förderung des Friedens. Er befasste sich zudem mit den Auswirkungen der sicherheitspolitischen Lage, bescheinigte den gedienten Soldaten viel Idealismus und resümierte: „Es geht nicht ohne Reservisten.“ Es lohne sich auch in Zukunft, sich gemeinsam mit den noch aktiven Kameraden der gestellten Aufgabe für Staat und Gesellschaft zu stellen und damit in letztere zu investieren.

„Bei euch läuft’s“, bescheinigte Kreisvorsitzender Manfred Zettl den Eschenbacher Reservisten und erkannte insbesondere Kameradschaftspflege und sicherheitspolitische Information als Schwerpunkte ihrer Tätigkeit. Er informierte über das neue System der Ausbildung Ungedienter mit drei Wochen Grundausbildung zum Start. Für Kreisorganisationsleiter Günther Bogner war das Wahlergebnis ein Zeichen der Verbundenheit der Mitglieder.

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