13.06.2019 - 12:24 Uhr
EschenbachOberpfalz

Mit gutem Blatt zur Schubkarre

Das Schafkopfspiel stößt zunehmend auch bei Frauen auf Interesse. Den Beweis dafür liefern Wettbewerbe landauf, landab. Bei einer dem weiblichen Geschlecht vorbehaltenen Veranstaltung ist eine Eschenbacherin vorne mit dabei.

Die Enkelkinder von Hildegard Gauthier freuen sich über den Erfolg ihrer Oma beim Oberpfälzer Preisschafkopf für Frauen. Sie gewann als Fünftplatzierte eine Schubkarre.
von Walther HermannProfil

Im Stadel des Bauernmuseums Perschen wurde der alljährliche Oberpfälzer Preisschafkopf für Frauen ausgetragen. 68 Schafkopferinnen fanden trotz der Pfingstferien den Weg dorthin. Aus 31 Orten kommend, von Tirschenreuth bis Schwandorf, repräsentierten sie den überregionalen Charakter des Turniers, das zum neunten Mal in Folge ausgetragen wurde.

Die Reduzierung des Ablaufs auf eine Runde mit 30 Spielen nutzten vor allem die Anfängerinnen dazu, um jeden Stich überlegt zu spielen und zu verfolgen. Stiller, jedoch aufmerksamer Beobachter des Geschehens war erneut Heiner Kohl, der sich seit Jahren einem besonderen Unterrichtsfach widmet: Der ehemalige Schulamtsdirektor gibt Schafkopfkurse für Frauen.

Den ersten Platz und ein Preisgeld von 100 Euro errang Rosi Götz aus Nabburg. Es folgten Andrea Schatz aus Trisching und Christine Härtl aus Tirschenreuth. Es folgten unter anderem Hildegard Gauthier aus Eschenbach auf Rang fünf und Barbara Karl aus Kirchenthumbach als Zehnte. Der harmonische Verlauf, die perfekte Organisation, die flotte Bedienung und die „ramschfreien“ Preise bis zum letzten Rang ließen diesen neunten Oberpfälzer Preisschafkopf für Frauen wieder zu einem besonderen Erlebnis werden.

Hildegard Gauthier lernte vor sechs Jahren bei einem Kurs in Vorbach von Heiner Kohl das Schafkopfen. Die damalige Frauenrunde trifft sich seither wöchentlich zum Kartenspiel.

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