„Danke“ war das Wort des Abends und bei hochsommerlichen Temperaturen herrschten in der Mehrzweckhalle Aufbruchsstimmung und Optimismus. Diese strahlten am Freitagabend aus allen Gesichtern. Es war ein stolzer Tag für die Abiturienten. 86 hatten die Reifeprüfung bestanden. Bei über 30 stand eine Eins vor dem Komma. Mit den jungen Menschen jubelte die gesamte Schulfamilie. Schulleiter Peter Schobert, sein Vorgänger Knut Thielsen, Eltern, Lehrer und die Vertreter des öffentlichen Lebens. Der Abschlussfeier ging eine ökumenische Andacht voraus.
Schulleiter appelliert an Abiturienten: Sitzfleisch bewahren
Mit der Aushändigung des Reifezeugnisses nahm ein Abschied ohne Wehmut seinen Lauf, dafür aber mit viel Zufriedenheit und Zukunftshoffnungen in den Ansprachen. Den Rückblick auf acht wertvolle Jahre spickte Schulleiter Peter Schobert mit viel Versöhnlichem und Erfreulichem. Es war immerhin die letzte Klasse, die der Oberstudiendirektor vor seiner Beförderung zum Schulchef als Deutschlehrer unterrichten durfte. Man kannte sich. Entsprechend glühte der gute Draht zwischen den Abschlussschülern und dem Chefpädagogen des Hauses. Mit dieser Vorgabe ging Peter Schobert mit seinem Abi-Jahrgang auf eine ganz besondere Reise. Der Schulleiter lud im übertragenen Sinn zu einer kurzweiligen Zugreise durch das Leben ein und beleuchtete augenzwinkernd die „Vorfälle“ im Laufe dieser Schulreise.
Auf die Stationen der Fahrt eingehend beschwor er die jungen Menschen, Sitzfleisch im Sinne von Leichtigkeit, Beharrlichkeit, Treue, Freundschaft und Hoffnungen zu bewahren. Rücksichtnahme empfahl Schobert zudem für die Passagiere in den Nachbarwaggons. In diesem Sinne wünschte der Schulleiter eine gute Reise. Mit dem Umstieg in einen anderen Zug mit vielleicht noch unbekannten Ziel verband Schobert die Hoffnung, gelegentlich auch mit Wohlwollen auf den „Heimatbahnhof“ zurückzublicken.
Landrat Andreas Meier will Nachwuchs nicht überfordern
Aufgeräumt vermittelten auch die Grußwortredner ein Klima der Freude. In Erinnerung an seine eigene Schülerzeit mahnte Landrat Andreas Meier darauf zu achten, den Nachwuchs nicht zu überfordern. „Wir sollten nicht vergessen, dass wir alle Menschen sind, die leben wollen“, so der Vertreter des Schulsachaufwandträgers. Die Schlussfolgerung des Landkreischefs: Andreas Meier wünschte einen Weg des Genießens, aber auch der Anstrengungen bis hin zu einem Engagement im politischen und gesellschaftlichen Leben.
Im Namen der zahlreichen Kommunalpolitiker fasste Eschenbachs Bürgermeister Peter Lehr seine Wünsche in die Gipfel-Rekorde des US-Bergsteigers Jordan Romero und verglich die Reifeprüfung mit einem dieser Gipfelstürme. Elternbeiratssprecherin Sabine Schultes gratulierte den „Helden des Tages“, Hubert Haberberger übermittelte die Glückwünsche des Fördervereins. Für die Schülermitverwaltung dankte Lena Schecklmann.
Schülersprecher dankt für spannende Jahre
Nach dem Motto „Hiermit verlassen die Royals den Palast“ verabschiedete sich Jonas Plößner im Namen des Abi-Jahrganges. „Wir haben viel gelernt und viel gelacht“, analysierte der Schülersprecher. Auch die Lehrerschaft als natürliche Feinde der Schüler habe bei den Abiturienten ihre Wirkung erzielt, betonte Plößner hintergründig, um anschließend an seinen „Super-Haufen“ zu appellieren: „Jetzt ist Schluss mit der Träumerei.“ Für die spannenden Jahre dankte er Eltern und Lehrern gleichermaßen und forderte seinem Abi-Jahrgang zugewandt: „Traut euch.“
Abi-Ball nach Zeugnisübergabe
Wohlklingend waren weitere Begleittöne. Viel Lob ernteten die Oberstufen-Koordinatoren Robert Kreuzer und Dagmar Mense. Letztere verabschiedet sich mit Ende des Schuljahres aus dem Schuldienst. Mit viel Herz und Temperament begleiteten ein Vokalensemble und Solistinnen der Schule unter Leitung von Studienrat Kilian Ellner die Abschlussfeier, die nach vielen Jahren der Abstinenz mit einem beschwingten Abiturball im der Aula des Gymnasiums ausklang.
Die besten Abiturienten am Gymnasium Eschenbach
Bei der Übergabe der Reifezeugnisse würdigte Schulleiter Peter Schobert den guten Gesamtdurchschnitt des Abi-Jahrganges und dankte den Oberstufenkoordinatoren Dagmar Mense und Robert Kreuzer. Urkunden, Buchgeschenke und Mitgliedschaften in verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften erhielten die Besten des Abi-Jahrganges. Dazu gehörten mit dem Notendurchschnitt von 1,0 Linda Bauer aus Schlammersdorf und Alisa Schmid aus Kulmain. Über die Gesamtnote von 1,1 freuten sich Riccarda Hieke und Daniel Zhou, beide aus Auerbach.
Eine 1,2 stehen bei Samira Fischer (Grafenwöhr), Sabine Meier (Pressath), Olivia Ruthenbeck (Prebitz) und Michael Schecklmann (Kirchenthumbach) im Reifezeugnis. Über den Notendurchschnitt von 1,3 dürfen sich Christiane Dötsch (Trabitz), Katrin Gumann (Auerbach) und Katharina Wolf (Pressath) freuen. Die Gesamtnote von 1,4 erreichten Jonas Brosch (Kemnath), Thea Ferber (Immenreuth), Moritz Füßl (Pressath) und Leonard Hieke (Auerbach). 1,5 erreichte Janne Junkawitsch aus Eschenbach.























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