04.12.2019 - 11:44 Uhr
EschenbachOberpfalz

Heimatverein: Adventsmarkt lockt viele Besucher an

Von Apfelpunsch bis Zipfelmütze reichte das Angebot beim Adventsmarkt des Heimatvereins. Besucherströme zeugten von dessen Attraktivität. Der Markt wurde erneut zu einer Veranstaltung für alle Sinne.

von Walther HermannProfil

Der Adventsmarkt "beim Taubnschuster" hat einen besonderen Stellenwert in der Vorweihnachtszeit der Rußweiherstadt. Die stimmungsvolle Atmosphäre lockte wieder viele Besucher aus einem weiten Umkreis in die Wassergasse. Besonders mit Eintreten der Dunkelheit versprüht die Beleuchtung in Wassergasse, Hof und Remise des ehemaligen Ackerbürgerhauses viel Romantik. Davon ließen sich neben Besuchern aus den Nachbarkommunen auch viele Familien aus dem Ortsteil Netzaberg anlocken.

Der romantische Markt bildet stets den Abschluss des Jahresprogramms des Heimatvereins, bei dem Brauchtum und Kunsthandwerk zu einer Symbiose verschmelzen. Unverzichtbar waren Gaumenfreuden wie Bratwürste, heiße Maroni, Glühwein, Honigmet, Apfelpunsch und Apfelkücheln – sie verströmten unwiderstehliche Duftschwaden.

Mittelpunkt im Hof waren eine Feuerschale, ein stets umlagerter Schwenkgrill und ein Ofen, auf dem Karlheinz Keck und Gregor Forster unentwegt die begehrten Maronen zubereiteten. Nikolaus und Knecht Rupprecht verteilten Süßigkeiten und beruhigten so manchen kleinen Marktbesucher mit einem: „Gel, ab und zu samma brav.“ In Wassergasse und "Taubnschuster"-Hof schufen Fichtenbäumchen eine Atmosphäre mit viel Natur.

Anbieter von Töpferwaren, Krippen, Handarbeiten, Schmuck, Filzwaren, handgestrickten Socken und Wintermützen, Likören und Schnäpsen, Marmeladen und Essig, Weihnachtsgebäck, Honigwaren, Crêpes, Waffeln, Gummibärsortimenten, Kaba, Kerzen, Laternen und Vogelhäuschen lockten zum Verweilen, Betrachten und Kaufen. Ergänzt wurde dieses reichhaltige Angebot durch winterliche Dekorationen für Haus und Garten. Lesestoff für die häusliche Ofenbank lieferte ein Bücherstand mit Oberpfalzliteratur und Eschenbacher Heimatbüchern.

Waren bei den Plaudereien im Hof Tassen mit Glühwein beliebte Handwärmer, ließ es sich in den warmen Stuben des Hauses bei Kaffee, einem reichhaltigen Kuchen- und Tortenangebot und einem Glas Wein oder Bier in geselliger Runde gemütlich verweilen. Eingebunden in das Marktgeschehen war auch der Kultursaal im Obergeschoß. Hier erwarteten die Besucher ein Krippenschnitzer, eine Klöpplerin und Kerzenzieher. Eine eifrige Spinnerin versicherte: „Spinnen ist kein Hexenwerk!“ Regen Zuspruch fand auch das Museum zur Stadtgeschichte und zum Kommunbrauwesen.

Kein Adventsmarkt ohne Musik und Gesang. Den Auftakt dazu übernahm der Kinderchor der US-Mittelschule Netzaberg unter Leitung von Gretchen Lynch. Neben „We wish you a merry Christmas“ und „Jingle bells“ werteten die Sänger „Stille Nacht“ als Pflichtbeitrag, den sie zunächst in Englisch und Deutsch vortrugen. Beim dritten Anlauf wurde der Taubnschusterhof zu einem stimmgewaltigen gemischten internationalen Chor. Es dämmerte bereits, als die „New Voices“ mit Walter Thurn die Bühne betraten. Zu ihrem Repertoire gehörten „Und Freude wird weit, dich zu verkünden“, „See amid the winter’s snow“, ein Glory Kanon und „Darin ist erschienen die Liebe Gottes“. In der Wassergasse begleitete Hubert Haberberger am Harmonium das Gesangsduo „L’espoir“ aus Neuzirkendorf. Eine knappe Stunde lang, bis zum Abschlusssignal des Nachtwächters, gaben Bläser ein Adventskonzert.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.