Eschenbach
27.09.2019 - 14:04 Uhr

Hoher Förderbedarf für Ämter

13 Einzelmaßnahmen mit geschätzten Gesamtkosten von 4,720 Millionen Euro umfasst die Eschenbacher Bedarfsmitteilung für das Jahr 2020 zum Städtebauförderprogramm. Der Stadtrat gibt dazu seine Zustimmung.

Auf allen vier Etagen wird das ehemalige Vermessungsamt modernisiert und saniert. Bild: rn
Auf allen vier Etagen wird das ehemalige Vermessungsamt modernisiert und saniert.

Die festgestellten förderfähigen Kosten betrachtete Peter Lehr als grobe Schätzung. Der Bürgermeister betonte, dass für verschiedene Projekte noch keine zeitliche Vorgabe bestehe. Die Regierung wolle jedoch frühzeitig informiert werden, um eventuell benötigte Fördermittel bereitstellen zu können. Es bestehe keine Pflicht, beabsichtigte Maßnahmen in einer bestimmten Zeit oder gar als Muss zu realisieren, machte Lehr deutlich. Die Kosten für die vorgesehenen Maßnahmen im Bewilligungszeitraum 2020 bis 2023 sind in der Mitteilung mit 9,315 Millionen Euro veranschlagt.

Kämmerer Karl Stopfer stellte die angemeldeten Einzelprojekte vor. Der förderfähige Anteil an den Kosten für die Neugestaltung von Oberer Stirnbergstraße, Stirnbergstraße, Pappenberger Weg und Stegentumbacher Straße ist für das nächste Jahr mit 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Gleichsam als „Zukunftsmusik“ war dieses Vorhaben bereits in der Bedarfsmitteilung vom Oktober 2015 enthalten. Wird nunmehr von Gesamtkosten von 2,2 Millionen Euro ausgegangen, so waren es vor 4 Jahren nur 650 000 Euro.

Größte Einzelmaßnahmen der nun beschlossenen Bedarfsmitteilung sind bereits laufende Großbauprojekt am Karlsplatz. Für die Modernisierung des Vermessungsamts - voraussichtlich insgesamt förderfähig sind 3 Millionen Euro - sind für das nächste Jahr 2 Millionen Euro angesetzt. Für das Programmjahr 2019 waren bereits 250 000 Euro beantragt.

Die Gesamtkosten für die Modernisierung des Landratsamts sind mit 1,7 Millionen Euro angeben. Die jetzige Bedarfsmitteilung enthält - nach 250 000 Euro für 2019 - nochmals eine Million Euro. Zu den weiteren größeren Posten zählen die Sanierung der Felsenkeller im Scheunenviertel mit 150 000 Euro und die Neugestaltung „Umgriff ehemaliges Feuerwehrgerätehaus“ mit 100 000 Euro. Dazu fiel eine spontane Bemerkung aus dem Gremium: „Dafür muss aber erst das Pfarrheim stehen.“

Für die Fassadenprogramme für die Bereiche Altstadt und Stirnberg sind für das Programmjahr 2020 noch 40 000 beziehungsweise 70 000 Euro vorgesehen. Ein langes Leben hat die leer stehende sogenannte Klarnervilla, die als Vorzeigeanwesen im Jahr 1945 der Kommandeur der US-Militärverwaltung vereinnahmt hatte. Für deren Abbruch sind bereits seit Jahren 55 000 Euro als Bedarf veranschlagt.

 
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