Im ehemaligen Vermessungsamt können nach der Ausschreibung Handwerker einziehen. Der Stadtrat beschloss die Grundsanierung des denkmalgeschützten Gebäudes und beauftragte die Verwaltung, den Zuwendungsantrag für Mittel der Städtebauförderung beziehungsweise aus dem Programm „Innen statt Außen“ mit den erforderlichen Unterlagen bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen.
Das Vorhaben hatte der Stadtrat bereits in seinen Sitzungen vom 25. Januar und 13. Juni dieses Jahres behandelt und am 13. September die endgültigen Entwürfe des Architekturbüros Georg Zunner abgesegnet. Wurden die Kosten für das Vorhaben bisher mit knapp 2,5 Millionen Euro veranschlagt, werden sie sich nach neuesten Erkenntnissen auf 3,1 Millionen erhöhen. Als Grund dafür nannte Zunner die zu erneuernden Fußböden und Erkenntnisse, wonach verwendeter Kleber schadstoffbelastet ist.
Als sich Marcus Gradl erkundigte, ob sich die Stadt mit dem Programm „Innen statt Außen“ eventuell selbst beschneidet, verneinte dies der Bürgermeister. Peter Lehr verwies auf die Möglichkeit, auch in Zukunft Baugebiete ausweisen zu dürfen. Durchgeführt müssten jedoch auch Projekte im Innenbereich der Stadt. Als Beispiele dafür nannte er neben dem Vermessungsamt das Landratsamt und das bisherige Pfarrheim.
Zur Beschlussfassung zur Förderinitiative „Innen statt Außen“ für Vermessungsamt und Landratsamt informierte Geschäftsleiterin Heike Biersack: „Gemeinden in Bayern, die sich durch einen Beschluss und ein städtebauliches Konzept dazu verpflichten, vorrangig Innenentwicklung zu betreiben, erhalten im Rahmen dieser Förderinitiative einen Förderbonus von 20 Prozentpunkten zusätzlich zum Fördersatz von 60 Prozent aus Mitteln der Städtebauförderung.“ Sie verwies darauf, dass diese zusätzlichen Mittel bereits vorab beantragt wurden und die Regierung der Oberpfalz vorbehaltlich der Mittelbereitstellung durch den Freistaat eine Bewilligung signalisiert hat.
Um den Auflagen der Förderinitiative „Innen statt Außen“ Rechnung tragen zu dürfen, beschloss der Stadtrat einen Selbstbindungsbeschluss, der unter anderem zum Inhalt hat: „Neben dem für die Altstadt flankierend wirkenden kommunalen Förderprogramm, das zu einer Aufwertung der Wohnbebauung im Altstadtbereich geführt hat, soll die Innenstadt in naher Zukunft durch die Modernisierung des leer stehenden Vermessungsamtes, des Landratsamts sowie der Umnutzung des in der Altstadt befindlichen und leerstehenden Pfarrheims in Wohnnutzung mit 15 Wohneinheiten in ihrer zentralen Funktion weiter gestärkt werden.“
Marcus Gradl wies auf die Flächen im Bereich der ehemaligen Volksschule II und auf das Bahnhofsgelände hin, für die Konzepte entwickelt und Fördermöglichkeiten erfragt werden sollten.













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