Handwerk, Industrie, Behörden, Dienststellen, Schulen, Bildungswerke, Banken, Versicherungen und soziale Einrichtungen geben sich am Samstag, 16. März, in der Mehrzweckhalle ein Stelldichein. Anlass ist die sechste Ausbildungsmesse im Vierstädtedreieck, eine Initiative der SPD-Ortsverbände Eschenbach, Grafenwöhr, Kirchenthumbach und Pressath. Geöffnet ist die Ausbildungsmesse von 9 bis 14 Uhr.
Mussten Schulabgänger während ihrer Ausbildungszeit einst noch Lehrgeld zahlen, sind sie in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels stark umworben. Ein Beweis dafür ist die zunehmende Zahl von Interessenten, die sich für die Ausbildungsmesse bewerben und sich einem breiten Publikum vor- und darstellen wollen. Firmen, Industrie und Dienstleister brauchen Nachwuchs und rollen den jungen Leuten sozusagen den roten Teppich aus.
Hinter dem Vorbereitungsteam mit Thomas Ott und Fritz Betzl (Eschenbach), Bernhard Stangl (Pressath) und Thomas Weiß (Grafenwöhr) liegt eine nahezu einjährige Vorbereitungszeit. Besonders arbeitsintensiv waren die letzten vier Monate.
Die ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis erfolgten Vorbereitungs- und Koordinierungstätigkeiten forderten viel Engagement und Motivation. Das Quartett konnte dabei auf einen reichen Erfahrungsschatz der bisherigen erfolgreichen Messen zurückblicken. Ziel ist es stets, jungen Menschen eine Hilfe bei der Suche nach einem für sie passenden Beruf zu geben.
Für diese Suche sollten sich die jungen Messebesucher Zeit nehmen. Die Veranstalter haben eine Öffnungszeit von fünf Stunden vorgegeben und bieten damit einen großen zeitlichen Rahmen zu Informations- und Beratungsgesprächen an mehr als 60 Ständen.
Thomas Ott räumt ein, dass der erste Schritt ins Berufsleben für die angehenden Auszubildenden nach vielen Jahren der Schule eine große Herausforderung darstellt. Er verweist auf eine Veröffentlichung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, nach der sich ein jeder die Fragen stellen sollte: „Worin bin ich gut und was macht mir Spaß? Wo liegen meine Stärken, wo meine Schwächen? Welche individuellen Fähigkeiten habe ich?“ Seine Erfahrung als Lehrer zeigt, dass Noten in bestimmten Schulfächern erste Hinweise geben und Praktikaerfahrungen in Betrieben richtungsweisend sein können.
Für Bernhard Stangl sind mehr als 300 mögliche Ausbildungsberufe ein Beweis für nahezu unbegrenzte berufliche Chancen. Die Vielfalt der Messeteilnehmer ist für ihn ein Beweis dafür. „Wir geben den Jugendlichen Hilfestellung, die richtigen Weichen für ihr künftiges Berufsleben zu stellen“, zeigt er sich überzeugt. Ein Blick auf die Teilnehmerliste lässt ihn geradezu ins Schwärmen geraten, welche regionalen Angebote sich den jungen Leuten an Ausbildungsplätzen, Weiterbildungsmöglichkeiten, Praktika und Studium bieten.
„Wie in den Vorjahren werden unsere Aussteller den Jugendlichen wieder attraktive Berufsbilder präsentieren, zum Teil mit Erlebniswert“, versichert Thomas Weiß. Dazu zählt er eine Galvanisierungsvorführung der Firma Rogers und ein Bewerbungstraining. Neben Industrie und Handwerk sind auch die Bereiche Bildung und Schule gut vertreten. Die Organisation „Hilfe für Anja“ nutzt die Ausbildungsmesse für eine Typisierungsaktion und hofft auf regen Zuspruch.
Die jugendlichen Besucher können sich überdies an einer Verlosungsaktion beteiligen. Zu gewinnen gibt es eine mehrtägige Informationsfahrt für zwei Personen zum Deutschen Bundestag, vier Tagesfahrten zum Bayerischen Landtag, zwei Karten für ein Heimspiel des FC Bayern und Gutscheine. Für die am stärksten vertretenen Schulklassen stehen Preise zu 200, 125 und 75 Euro zur Verfügung.
























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