24.02.2020 - 13:57 Uhr
EschenbachOberpfalz

Mit dem Kasperl sicher im Straßenverkehr

Das richtige Überqueren der Straße ist das Lernziel. Vorschüler, Erst- und Zweitklässler kommen zu diesem Zweck in den Genuss einer besonderen Aufführung: Die Puppenbühne der Polizei Weiden ist zu Gast.

"Habt ihr Angst vor der Polizei?": Thomas Nörl schallt auf seine Frage ein schmetterndes "Nein" entgegen.
von Walther HermannProfil

Zum Theatersaal für die Vorschulkinder des Waldkindergartens und des Städtischen Kindergartens sowie die Schüler der ersten beiden Jahrgangsstufen der Markus-Gottwalt-Schule wurde die Turnhalle der Markus-Gottwalt-Schule. Drei Polizeibeamte gaben dem Kasperl, der Hexe und Hund "Wuschel" ihre Stimmen.

Das begeisterte junge Auditorium geizte nicht mit spontanen, lautstarken Zurufen und brachte erfrischendes Leben in das bunte Puppenspiel, das auf spielerische und anschauliche Weise einen Beitrag zur Verkehrserziehung leistete. Kathleen Walberer machte sich zur Sprecherin der Lehrkräfte und dankte den Uniformträgern mit einem kleinen Präsent für Engagement und Unterrichtshilfe.

Mit kräftigen, rhythmischen Klatschen begleiteten die Mädchen und Buben das Lied „Die Polizei, ja, die Polizei, die ist schon da, die Polizei“ und weckten damit die Puppenfiguren auf. Mit Antworten wie "Blaulicht", "Uniform" und "Beschriftung" antworteten sie auf die Frage, woran man die Polizei erkennt. Auf die Frage „Habt ihr vor der Polizei Angst?“ folgte ein lautes und deutlichen „Nein“.

Dem Geschehen auf der Puppenbühne stellten die drei Beamten einige „Trockenübungen“ zum Verhalten auf dem Schulweg voran. Das Verhalten an der Ampel begleiteten die Kleinen mit einem überzeugenden „Grüüün“ und zu den Vorgaben am Zebrastreifen übten sie mit Polizistin Bernadette Brünning: „Am Bordstein, da ist Halt, damit man nicht ins Auto knallt.“

Weitere Verkehrserziehung war mit dem Puppentheater angesagt, das didaktisch und methodisch dazu geeignet ist, in den Köpfen der Mädchen und Buben Grundregeln zum Verhalten im Verkehr zu verankern. Zentrale Figuren des Puppenspieles „Der verzauberte Kaspar“ sind der Hund "Wuschel" und der Kasperl, der von der bösen Hexe verzaubert wird, damit er im Straßenverkehr alles falsch macht. Er braucht daher die Hilfe der Kinder und seines Freundes "Wuschel", um alles wieder richtig machen zu können.

Eingebettet in das Stück, das zum Teil ein lautstarkes Mitspielen der Kindergartenkinder und Schüler bewirkte, waren Szenen, mit denen ihnen wichtige Verkehrstipps übermittelt wurden. Drehte sich im ersten Akt alles um das Ballspielen auf Straße und Gehsteig, ging es im nächsten um das Farbenspiel an der Ampel. Hier zog die Hexe gar einen Schlussstrich und zauberte mit „Abakadabra“ und viel „Hex-hex“ die Ampel weg.

Der dritte Akt spielte am Zebrastreifen, an dem die Hexe, als „alte Frau“ verkleidet, den Kasperl zum Fehlverhalten bedrängt. Dessen Spruch „Am Bordstein, da ist Halt, damit man nicht ins Auto knallt“ wurde von den Mädchen und Buben wiederholt und bracht den Zauber. „Kinder, ihr seid ja so gemein“, klagte die Hexe.

„Uns ist stets daran gelegen, Verkehrserziehung bei den kleinsten Teilnehmern am Straßenverkehr auf spielerische und anschauliche Weise zu präsentieren“, versicherte Polizist Thomas Nörl. „Bei unseren Eschenbacher Schülern ist dies mit Sicherheit gelungen“, zeigte sich Rektor Wolfgang Bodensteiner überzeugt.

Mit Hilfe des Polizeihundes "Wuschel" und der Kinder wird der Kaspar von einem bösen Zauber befreit.
Im Blickpunkt:

"Der verzauberte Kasper" zieht weite Kreise

Die Puppenbühne der Polizei Weiden besteht seit zehn Jahren. Im Gespräch mit Oberpfalzmedien berichteten Michaela Argauer, Bernadette Brünnig und Thomas Nörl, wie es damals gelang, innerhalb von sieben Wochen, zum Teil in der Freizeit, eine Bühne aus Dachlatten zu zimmern, ein Puppentheaterstück zusammenzustellen, mit Hilfe von Angehörigen und Bekannten Vorhänge zu nähen, Kulissen zu malen, das Stück einzuüben und mit „Der verzauberte Kaspar“ Premiere zu feiern. Einer Erfolgsmeldung glichen ihre Hinweise auf Auftritte in Bayreuth, Nürnberg und sogar Lübeck, Detmold und Waldshut-Tiengen.

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