16.04.2020 - 13:32 Uhr
EschenbachOberpfalz

Keine Gürtel im Moment möglich

Die Sparte Karate des SC Eschenbach umfasst 60 aktive Mitglieder. Corona macht das Training im Verein auch bei ihnen unmöglich. Übungsleiter Christian Büchner hilft den Mitgliedern deshalb gerne mit Übungen.

Christian Büchner trainiert im hauseigenen Dojo am "Makiwara", einem traditionellen Übungsgerät zur Abhärtung kraftvoller Schläge.
von Stefan NeidlProfil

Die Corona-Krise hält die Sportler im westlichen Landkreis weiterhin zu Hause fest. Das heißt aber nicht, dass sie nicht aktiv sind: Sie halten sich trotzdem fit. Christian Büchner erklärt, was Karateka zu Hause tun können.

Die Sparte des SC Eschenbach existiert seit 1984 und wird rein ehrenamtlich geführt. Neben der Stilrichtung "Shotokan" unterrichten die Leiter auch den Umgang mit alten Bauernwaffen des mittelalterlichen "Okinawa" im "Matayoshi Kabudo" , der Herkunft des Karate. Insgesamt trainieren 60 aktive Sportler ab 14 Jahren mehrmals die Woche.

Der Verein ist der Empfehlung des Bayerischen Landessportverbandes gefolgt und hat den Trainingsbetrieb seit dem 16. März eingestellt. Zudem sind vom Sportverband aus sämtliche Lehrgänge, Vorbereitungskurse, Linzenzverlängerungen und ähnliches gestrichen. Büchner bedauert besonders, dass es im Augenblick auch keine Möglichkeiten gibt, Gürtel zu erwerben: "Prüfungen gerade für den schwarzen Gurt sind rar und erfordern mindestens ein Jahr Vorbereitung."

Vom 24. bis 26. April hätte ein "Gasshuku", ein großer internationaler gemeinsamer Lehrgang, in Zwettl in Österreich stattgefunden. Sensei Franco Sanguinetti, Träger des achten Dan, hätte diesen geleitet. Der SCE wechselt sich mit der Austragung immer mit dem dortigen Verein "Bushido Echsenbach" ab. Ein Ausweichtermin ist erst einmal auf Anfang Oktober festgesetzt.

Ein vorgegebenes Training gibt es während der Ausgangsbeschränkungen in der Abteilung nicht: "Wir stehen aber untereinander in regelmäßigem Kontakt", betont Brüchner. Die Sportler hätten verschiedene Möglichkeiten, sich fit zu halten. "Manche haben einen Sandsack an die Schaukel im Garten gehängt, andere trainieren zu Hause, gehen joggen oder fahren Rad, um die Kondition aufrecht zu erhalten", erklärt er. Viele Auch Online-Angebote ermöglichten Training und Motivation. Büchner übermittelt seinen Schülern gerne auch auf Anfrage Übungen.

Für ihn ist es wichtig, dass in "dieser schweren Zeit alle ihren Sportclubs die Treue halten, Mitglied bleiben und ihre Beiträge entrichten". Denn auch wenn kein Sportbetrieb stattfindet, laufen die Kosten weiter und die Vereine sind auf ihre Mitglieder angewiesen. "Es wäre sehr schade, wenn durch Austritte das ehrenamtliche Engagement von allen Trainern, Betreuern und Vereinsfunktionären nicht mehr möglich wäre und letztendlich keine Sport- und Freizeitangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mehr angeboten werden könnten", mahnt Büchner.

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