Nur wenige Unternehmen weltweit können mit den Qualitätsprodukten von Koppe und Kerafol mithalten. Es sind dynamische Zeiten für beide Firmen. „In turbulenten Zeiten ist es für mittelständische Unternehmen alles andere als einfach, die richtigen Entscheidungen zu treffen, auf Zukunftsprodukte zu setzen und sich für eine langfristige Strategie klug aufzustellen“, betont Geschäftsführerin Sabine Koppe.
Doch von Krisenstimmung ist in beiden Unternehmen nichts zu spüren. Nach einer von der Corona-Pandemie verursachten kurzen Durststrecke herrscht im Eschenbacher Ortsteil Stegenthumbach wieder Optimismus. Ein Grund ist eine der neuesten Errungenschaften: der automatische Pelletofen. Koppe erwies sich im Vorjahr wie so oft bei der Internationalen Fachmesse Flam Expo als innovationsrevolutionär. Die Eschenbacher überraschten das Fachpublikum mit einem stromlosen Pelletofen. Eine Neuentwicklung mit hohem Wirkungsgrad, die bereits viel Nachfrage erfahre, wie Koppe anmerkt.
Zukunftssicherheit bedeute für das Unternehmen auch „grüne Verantwortung“, sagt sie und meint damit die Firmenphilosophie bei der Ressourcen schonenden Herstellung von Öfen: Koppe leiste seit 80 Jahren einen wertvollen Beitrag für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die Geschäftsführerin schildert Details zur ausgereiften Technik der neuesten Generation keramischer Heizgeräte, verweist auf den regenerativen Energieträger Holz und betont auch gegenüber Bürgermeister Marcus Gradl die Klimaneutralität beim Verbrennungsvorgang: „Die Koppe-Produkte unterschreiten die Vorgaben des Immissionsschutzes deutlich.“
Wichtig ist für das Unternehmen auch die Ausbildung junger Menschen. „Die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten und die Chance, sich fachlich und charakterlich weiterzuentwickeln, gehören zur Koppe- und Kerafol-DNA“, versichert Koppe. Derzeit seien im Unternehmen 15 junge Leute in Ausbildung. Dieses Engagement werde sich fortsetzen. Die Palette der sieben Ausbildungsberufe reicht vom Industriekaufmann bis zum Mechatroniker für Anlagen- und Werkzeugtechnik.
Kurzarbeit oder Arbeitsmangel gibt es weder bei Kerafol im Bereich der keramischen Folien noch im klassischen Betrieb der Kaminofen-Produktion. 240 Beschäftigte tragen zum weltweiten Erfolg des Unternehmens mit seinen fünf Geschäftsbereichen bei. „Unser Mitarbeiterstamm ist unheimlich fleißig, bodenständig und loyal“, lobt die Firmenleitung ihre Mannschaft. Das gute Betriebsklima wirke sich zudem auf die Qualität der Produkte aus: „Das bestätigen uns Kunden auf der ganzen Welt.“ Deshalb gelte auch die Devise: „In der Region verwurzelt und in der Welt zu Hause.“
Zukunftssicherheit bedeutet für die Firma nicht zuletzt die Bereitschaft zu Investitionen. So verweist Prokurist Willi Neumüller auf ein Investitionsvolumen von 10 Millionen Euro in den vergangenen beiden Jahren. Der Innovationsgeist des Unternehmens sei vorbildlich, pflichtet Geschäftsführerin Isabell Koppe ihm bei und erinnert an die Verleihung des Bayerischen Innovationspreises im Jahr 2012.
Gradl zeigt sich beeindruckt von den hochmodernen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstätten des "Global Players" sowie der Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten der technischen Keramik, unter anderem bei keramischen Filtern. „Die könnten wir auch für den Rußweiher gebrauchen“, scherzt Bürgermeister Marcus Gradl.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.