Eschenbach
30.08.2022 - 16:57 Uhr

Kleine Kegler erkunden Bahnen

Kegeln im Duett: eine neue sportliche Disziplin? Bild: rn
Kegeln im Duett: eine neue sportliche Disziplin?

Das Ferienprogramm, das das Jugendforum mit Unterstützung der Vereine anbietet, zeichnet sich durch seine Vielfältigkeit aus. Das jüngste Angebot war Kegeln, das bis ins 18. Jahrhundert ausnahmelos im Freien gespielt wurde und auf keinem Jahrmarkt und keiner größeren Hochzeit fehlte. Die Eschenbacher Schulkinder lockte jedoch die Kegelanlage im Sportheim. Gisela Kirchmann und Stefan Reifenberger mit Ehefrau und Kindern, Aktive der SCE-Sparte Kegeln, hießen eine muntere und erwartungsfrohe Kinderschar willkommen. Den jungen Keglern war daran gelegen, die ihnen je nach Alter zustehende Kugel mit einer Hand oder auch mit beiden Händen sicher aufzusetzen. Sie erkannten bald, dass eine gewisse Schubkraft erforderlich ist, damit die Kugel auf ihrem Weg zu den Kegeln nicht „verhungert“. Die Freude der Kinder steigerte sich mit Zunahme der Zahl der gefallenen Kegel. Schließlich ertönten Hurra-Rufe: Zum ersten Mal gratulierte Reifenberger zu „Alle Neune“. Historisch wurde Gisela Kirchmann, als sie an das Kegeln im 15. Jahrhundert erinnerte, eine Zeit, in dem die meisten Spiele als Gotteslästerung galten, und trotzdem Kegeln auch in Klöstern praktiziert wurde. Es wurde schlicht als „Heidentöten“ bezeichnet und die aufgestellten kurzen Holzsäulen wurden von den Mönchen als heidnische Götter und Dämonen behandelt, die sie mit Steinen oder Holzkugeln umwarfen. Auf der Vier-Bahnen-Anlage im Sportheim nutzten die Kinder gerne die Möglichkeit des Kegelns im Duo. Leicht versetzt rollten dann die beiden Kugeln ihrem Ziel entgegen. Die Folge waren variantenreiche Kegelstellungen. Nach nahezu 150 Minuten Kegelspaß ergötzten sich die neuen „Kegelspezialisten“ an Süßigkeiten und Getränken.

 
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