17.02.2020 - 11:10 Uhr
EschenbachOberpfalz

Kneipp-Becken in Planung

„Was die Menschen in Eschenbach gestalten, ist nicht hoch genug einzuschätzen“, leitet Kulturbeauftragter Matthias Haberberger seine Ausführungen in der Bürgerversammlung ein. Auch Jugend- und Seniorenbeauftragte ergreifen das Wort.

Kulturbeauftragter Matthias Haberberger, Jugendbeauftragte Karolina Forster und Seniorenbeauftragter Udo Müller (von links) berichten in der Bürgerversammlung über ihre Tätigkeiten und Aufgaben.
von Walther HermannProfil

Amüsiert zeigte sich Haberberger über den „in den Printmedien verbreiteten Artikel ‘Grafenwöhr ist die Kulturhauptstadt der Region‘“ und hielt entgegen: „Speinshart mit seinen vielfältigsten Angeboten könnte da auch ein Wörtchen mitreden.“ Überzeugt war der Kulturbeauftragte zudem davon, dass sich Eschenbach auch nicht zu verstecken brauche, verwies er auf die Malgruppe um Füsun Püschl-Canay, die er wieder zu Ausstellungen eingeladen habe, und erkannte im Backofen in Brunn- und Färbergasse sein Steckenpferd. Er erinnerte an Veranstaltungen wie „Winterdorf“, „Faschingsdorf“ und das Sommernachtsfest mit 80-Jahr-Feier.

Der Gesellschaft "Frohsinn" dankte er für volkstümliche Musikveranstaltungen, den „Pilots“ für das Maifest. Denkbar hielt er Lösungsansätze für Auftritte der Theatergruppe. „Eigentlich bräuchte ich zum Heimatverein nichts mehr sagen; er spricht für sich“, erklärte Haberberger und hob dessen Aktivitäten "beim Taubnschuster" sowie den Kulturpreis 2019 des Bezirks hervor. In der Gründung des Kommunbiervereins sah er die Möglichkeit, wieder eine alte Tradition zu pflegen. Fehlgeschlagen sei erneut sein Versuch, für Eschenbach ein Kartenkontingent für die Wagner-Festspiele in Bayreuth zu erhalten.

Für erfreulich wertete es der Kulturbeauftragte, dass sich das von seinem Amtsvorgänger Willi Trummer geplante Kneipp-Becken bereits in Planung befinde. Nach einem Dank an seine Stellvertreter Marcus Gradl und Thomas Riedl, mit denen Ü30-Parties organisiert wurden, kündigte er für 16. Juli ein „Kabarett vom Allerfeinsten“ mit Stefan Zinner an. Zinner verkörpert beim Nockherberg-Singspiel seit 2004 Markus Söder.

„Die wichtigsten Tätigkeiten eines ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten sind es, Ansprechpartner für Rat suchende ältere Menschen und Vertreter der Interessen von Senioren im kommunalen Bereich zu sein.“ Mit dieser noch allgemein gehaltenen Beschreibung begann Udo Müller seinen Informationsbeitrag. Dann stellte er Einrichtungen vor, mit denen er zusammenarbeitet und die speziell für ältere Mitbürger Anlauf- und Informationsstelle darstellen sowie Hilfe leisten: Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand", Wohnraumberatung des Landkreises, BRK-Senioren- und Pflegeheim, Seniorenclub, Seniorenkreis der evangelischen Pfarrgemeinde, Pflegeeinrichtung St. Laurentius, Sozialverband VdK, "Wohnen im Alter" und Seniorenakademie.

Anhand von Beispielen ging der Seniorenbeauftragte auf den weiten Bereich seiner Beratung und Unterstützung von älteren Menschen und deren Angehörigen zu Hilfen im täglichen Leben ein. Zu seinen Aufgaben zählte er auch die Beratung der Kommunen in Belangen, die Senioren betreffen. Der große Wunsch Müllers ist die Gründung eines Bürgerbusvereins mit ehrenamtlichen Fahrern. Er versteht darunter eine Aktion „Bürger fahren für Bürger“ mit kostenlosen Fahrten im Stadtgebiet und in den Ortsteilen zu Einkäufen, Arztbesuchen, Besorgungen in der Apotheke, Seniorentreffs, Freizeitveranstaltungen sowie zu Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs. Sein Hinweis „Ein Bürgerbus lebt vom ehrenamtlichen Engagement“ glich einem Aufruf an die Zuhörer.

In bunter Folge stellte Jugendbeauftragte Karolina Forster Aufgaben und Aktivitäten vor. Sie griff vor allem die Kontaktpflege zwischen Kommune und den Mitarbeitern der Jugendarbeit, Kindern und Jugendlichen, Schulen, Kirchen sowie weiteren Organisationen und Institutionen auf. Im Einzelnen ging sie auf Organisation und Finanzierung des Ferienprogrammes, angeboten durch Vereine, ein, erwähnte die Mithilfe bei der Einrichtung der dreiwöchigen Ganztagsbetreuung in den Sommerferien und die Organisation von Aktionstagen wie „Verein macht Schule“, Kinderbürgerfesten und Jugendjams.

Als Vorsitzende des Jugendforums berichtete sie von Treffen mit Leitern von Jugendgruppen, einem Drogenpräventionsabend und von der Zusammenarbeit mit überörtlichen Stellen wie Kreisjugendpfleger und Kreisjugendring. Als erfolgreich wertete Forster die Bereicherung der Spielplätze in Apfelbach und an der Kreuzkirche mit Hilfe der Anwohner und Nutzer

Außerdem sprach sie von einer positiven Resonanz auf die Neugeborenen-Empfänge. Neben der Zweitauflage der Broschüre „Jugendarbeit in Eschenbach“ kündigte sie für 2020 eine Veranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Jugendforums an.

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