07.01.2020 - 15:12 Uhr
EschenbachOberpfalz

Kommunale Altenhilfe Bayern gegründet: Erfahrungen austauschen und Standing aufbauen

Das Haus St. Laurentius in Eschenbach der Kliniken Nordoberpfalz AG ist Gründungsmitglied der neuen Genossenschaft Kommunale Altenhilfe Bayern.

In Nürnberg gründet sich die Kommunale Altenhilfe Bayern. Das Haus St. Laurentius in Eschenbach mit Geschäftsführer und Pflegedirektor der Kliniken Nordoberpfalz AG, Thomas Baldauf (Vierter von rechts) gehört zu den Gründungsmitgliedern.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Insgesamt 16 Träger mit 49 Pflegeeinrichtungen haben sich in Nürnberg zur Genossenschaft Kommunale Altenhilfe Bayern (KAB) zusammengeschlossen. Zu den Gründungsmitgliedern zählt auch die Pflegeeinrichtung St. Laurentius in Eschenbach. Durch die Gründung erhoffen sich die verschiedenen Einrichtungen aus ganz Bayern ihre Erfahrungen bei der Gestaltung der Altenhilfe zu teilen und zu erweitern. Außerdem soll die KAB die Interessen der Einrichtungen gegenüber den Pflegekassen oder Sozialhilfeträgern vertreten.

„Als Genossenschaft der kommunalen Pflegeeinrichtungen finden wir deutlich besseres Gehör als eine einzelne Einrichtung. Das zeigt sich zum Beispiel bei Rahmenverträgen, bei denen wir deutlich bessere Konditionen bekommen. Aber auch der persönliche Austausch und die Vernetzung sind wichtig und helfen im Alltag“, erklärt Thomas Baldauf, Pflegedirektor der Kliniken Nordoberpfalz AG und Geschäftsführer der Pflegeeinrichtung St. Laurentius in Eschenbach.

Bereits jetzt werden Benchmarks betrieben und auch Verhandlungsergebnisse mit den Pflegekassen stehen den Mitgliedern transparent zur Verfügung. Als Vorbild dient dabei die Klinik-Kompetenz-Bayern (KKB), die Genossenschaft bayerischer Krankenhäuser. "Die KKB wird mittlerweile auch in der Politik wahrgenommen. Das Ziel ist daher auch das Standing der KAB aufzubauen, um die Pflegeeinrichtungen auch gegenüber den Politik vertreten zu können", erklärt Michael Reindl, Pressesprecher der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Die Genossenschaftsmitglieder profitieren dabei vom Einsatz der KAB für die Belange der Einrichtungen und werden bei der Gestaltung der Versorgung mit Pflegeleistungen vor Ort unterstützt. Zudem könne die enge Zusammenarbeit genutzt werden, um sich qualitativ, wirtschaftlich und organisatorisch besser aufzustellen. Ein weiterer positiver Effekt ist die intensive Vernetzung der Mitglieder untereinander mit einem hohen Informationsaustausch. "Es ist ein Geben und Nehmen. Jede Einrichtung bringt Erfahrungen und Ideen ein. Das können zum Beispiel Dienstplanmodelle sein", erläutert Reindl. Profitieren sollen letztlich alle Genossenschaftsmitglieder – und vor allem die Bewohner der Einrichtungen.

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